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Wochenmarkt: Streit tobt weiter

Stadthagen / Noch keine Einigung Wochenmarkt: Streit tobt weiter

Der Streit tobt weiter. Die Absicht der Stadt, die Öffnungszeit des Wochenmarktes von April bis September sonnabends um eine Stunde auf 14 Uhr zu verlängern, stößt bei den Marktbeschickern auf harten Widerstand. Eine Lösung ist vorerst nicht in Sicht.

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Vertritt energisch die Interessen der Marktbeschicker: der neu gebildete Wochenmarkt-Beirat mit Mark Tetzlaff (von links), Raffaele Santangelo und Christa Reets.

Quelle: mab

Stadthagen (ssr). Ohne den kniffligen Knoten an dieser Stelle zu durchschlagen, ist am Montagabend ein Treffen zwischen dem neu gebildeten dreiköpfigen Wochenmarkt-Beirat und Vertretern der Stadtverwaltung sowie des Stadtmarketing-Vereins (SMS) zu Ende gegangen.

„Wir wollen die Verlängerung absolut nicht“, bekräftigte Mark Tetzlaff im Anschluss an das Treffen namens des Beirats auf Nachfrage dieser Zeitung.

Hauptargument sei, „dass die Kühlsysteme eine so lange Verweildauer nicht leisten können“, wie Tetzlaff sagte. Auf dem Stadthäger Marktplatz „stehen wir im Sommer voll in der Sonne“, so der Sprecher. Die Geräte würden von 25 Grad Celsius an aufwärts bis etwa 12 Uhr einwandfrei Kälte produzieren, „bis 13 Uhr ist es noch tolerabel, aber länger auf keinen Fall“. Für Fleisch und Geflügel „geht das dann gar nicht mehr“. Waren wie Blau- oder Erdbeeren „gehen dabei kaputt“, argumentierte der Händlersprecher.

„Wir haben dieses Mal keine Lösung gefunden“, räumte der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek ein, „aber die Diskussion ist noch nicht zu Ende“. Beim Thema Kühlung werde die Stadt die Sachlage von einem Veterinär intensiv prüfen lassen. Außerdem wolle die Stadt ihre Argumentation „noch weiter unterfüttern“, die Bürgermeister Bernd Hellmann bei dem Treffen erneut betont habe.

Der Stadt gehe es mit Blick auf die wichtigen Sonnabenden im Sommer „um die Steigerung der Attraktivität des Einkaufszentrums Altstadt“. Hier müsse man sich an verändertes Kundenverhalten anpassen. Man wolle mit dem Wochenmarkt mehr junge Familien ansprechen, denen eine längere Öffnungszeit entgegen komme. Eine ähnliche Argumentation vertrat auch Günther Raabe vom SMS. Tezlaffs Kommentar: „Wenn ich mit Ladeninhabern rund um den Marktplatz rede, die haben längst nicht alle Lust, bis 14 Uhr aufzuhalten.“

Der geplante Start der verlängerten Öffnungszeit ab 1. April ist nicht mehr zu halten. „Wir streben die Einführung aber noch während des Sommers 2012 an“, sagte Masurek. Ein weiteres Treffen zwischen Stadt und Beirat soll zeitnah anberaumt werden.

Bei zwei weiteren Punkten ist bei dem Treffen nach Darstellung beider Seiten hingegen Einigung erzielt worden. So darf die Stadt künftig Werbeausgaben für den Wochenmarkt nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Beirat machen.
In der Zeit zwischen 9 und 13 Uhr gilt künftig ein absolutes Fahrverbot auf dem Marktplatz. Das gilt auch für die Abschnitte zwischen Obern- und Niedernstraße sowie zwischen Kloster- und Echternstraße. „So können wir ungestörter arbeiten“, lobte Tetzlaff das. „Andererseits verhindern wir so, das einzelne Standbetreiber vorzeitig abbauen“, hob Masutrek die Sicht der Stadt an diesem Punkt hervor.

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