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Wohin mit dem Ärztezentrum?

Debatte um Ansiedlung Wohin mit dem Ärztezentrum?

Schon seit Jahren wird in Stadthagen eine Debatte um die Ansiedlung eines Ärztezentrums geführt. Nach und nach kamen vier potenzielle Standorte ins Spiel. Und damit mehr und mehr Irritationen. Die SN haben die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

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Quelle: Grafik: Elze

Stadthagen. Seitdem klar ist, dass das Stadthäger Krankenhaus ins Gesamtklinikum nach Vehlen umziehen wird, gibt es die Debatte um ein Ärztezentrum in der Kreisstadt. Denn was aus Sicht der Verantwortlichen der Stadt auf jeden Fall verhindert werden soll, ist ein Abzug vor allem von Fachärzten im Sog des auswärtigen Klinikneubaus.

Von Anfang an wurde das Krankenhausareal selber als eine Option für den Standort eines Ärztezentrums gehandelt. Denn hier waren ohnehin schon einige Arztpraxen angesiedelt, Teile der Klinikgebäude schienen sich für eine entsprechende Nachnutzung anzubieten.

Vor rund zwei Jahren kam als zweite Möglichkeit für den Standort das Postgelände an der Bahnhofstraße ins Spiel. Anfangs stark in Kooperation mit der Stadtverwaltung loten seitdem ein Projektentwickler und ein Investor dort entsprechende Ansiedlungsmöglichkeiten aus.

Wohl auch weil sich aus unterschiedlichen Gründen an beiden genannten Stellen kaum etwas bewegte, wurden jüngst zwei weitere Alternativen aufs Tapet gehoben – das Areal südlich der Marktpassage und das Gelände an der Vornhäger Straße zwischen Lauenhäger- und Probsthäger Straße.

Inzwischen erscheint die Gemengelage verworren. Schwierigkeiten beim Grundstückserwerb, das Ausbleiben eines Investors oder fehlendes Baurecht sind nur Beispiele für hier und da auftretende Probleme.

Verwaltung und Politik in der Kreisstadt sind in der Frage, sich für einen der Standorte zu positionieren, noch unentschlossen. Und ob sich überhaupt genügend Ärzte finden, um ein solches Zentrum mit Leben zu füllen, steht noch in den Sternen.
Wir machen grafisch deutlich, um welche vier Standorte mit welchen Eigenschaften es sich handelt.

Bahnhofstraße

Hier engagiert sich der auf Ärztehäuser spezialisierte selbstständige Projektentwickler Walter Vogelsang (München).
Als potenzieller Investor tritt die Rahlfs Immobilien GmbH (Neustadt) auf.
Geplant ist eine Nutzfläche von 7300 Qudratmeter.

Probleme: Das Gebäude der Alten Post steht unter Denkmalschutz. Der Grunderwerb des wahrscheinlich benötigten Grundstücks der Telekom stößt auf anhaltende Schwierigkeiten.
Das Gelände liegt relativ dicht an der Altstadt.

Südlich der Marktpassage

Die Kaufmannsfamilie Kreft als Grundstückseigentümer ist an der Errichtung eines Ärztehauses interessiert und würde dafür die gesamte Fläche zur Verfügung stellen.
Das Ärztehaus würde mit der Marktpassage verzahnt, in der es schon Praxen gibt. Insgesamt ist an 8000 Quadratmeter Geschäftsfläche für medizinische Einrichtungen gedacht.
Vorteil: Der Standort liegt mitten in der Altstadt.

Problem: Es  fehlt noch ein Investor. Kreft sucht unter anderem den Kontakt zu Projektentwickler Walter Vogelsang.

Vornhäger Straße

Potenzieller Investor ist der Stadthäger Wolfgang Bax.
Gedacht ist an eine Geschäftsfläche von 3000 Quadratmeter.
Teile der benötigten Grundfläche gehören Bax, andere muss er erst noch erwerben.
Das Gelände liegt relativ dicht an der Altstadt, allerdings am „Promblemquartier“ nördliche Altstadt.
Bax ist an einer Kombination des Ärztehauses mit einem Nahversorger interessiert. Für dessen Ansiedlung müsste der Bebauungsplan geändert werden.

Krankenhaus-Areal

Der Landkreis als Eigentümer der Immobilie ist stark an der Einrichtung eines Gesundheitszentrums interessiert.
Die Krankenhausprojektgesellschaft will dieses aber eher an das neue Gesamtklinikum in Vehlen anbinden.
Der Standort ist vergleichsweise weit von der Altstadt entfernt.
Einige Arztpraxen befinden sich bereits am Standort.
Teile der vorgesehenen Gebäude gelten in energetischer Hinsicht als problematisch.

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