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Wohnbau findet keine Abbruchfirma

Bahnhofshotel als Never-Ending-Story Wohnbau findet keine Abbruchfirma

Die Sanierung des Bahnhofshotels wird erneut verschoben. Rechtlich ist inzwischen längst alles geklärt (wir berichteten) – aber die Kreiswohnungsbaugesellschaft findet kein geeignetes Abbruchunternehmen.

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Stadthagen.. Zwar habe das ausführende Ingenieurbüro Wehmeyer eine Handvoll Firmen kontaktiert, die in Frage kommen, sagt Wohnbau-Geschäftsführer Heinz-Helmut Steege. Allerdings hätten diese signalisiert: Wie bei so vielen Firmen ist die Auftragslage derzeit exzellent, frühestens im Herbst könnte es losgehen. Eigentlich, so Steege, sollte der Abbruch längst geschehen sein.

 Das Problem dem Geschäftsführer zufolge: „Es kann nicht einfach jemand mit dem Bagger kommen und alles platt machen.“ Vielmehr müssten in dem denkmalgeschützten Gebäudeteile einzelne Teile abgerissen werden, während andere stehen bleiben sollen. „Dafür muss man sich schon ein bisschen mit Statik auskennen“, sagt Steege.

 Inzwischen habe Wehmeyer sich sogar an eine Firma gewandt, die auf den ersten Blick eigentlich nicht in Frage käme. „In der Hoffnung, dass die vielleicht einen Subunternehmer haben, der solche Fragen bei Bedarf für sie klärt“, so Steege. Eine Antwort stehe noch aus.

 Fest steht bereits jetzt: Nach immer wieder neuen Verzögerungen werden die Arbeiten am Bahnhofshotel auch in diesem Jahr nicht abgeschlossen werden. „Schließlich sieht es bei anderen Gewerken ähnlich aus“, hat Steege bereits festgestellt. Der Wohnbau-Chef rechnet mit Bezugsfertigkeit des Bahnhofshotels Ende 2018, Anfang 2019.

 Für 2,5 Millionen Euro sollen im Gebäude selbst und in einem Neubau daneben 13 teils barrierefreie Wohnungen stehen. Die Kreiswohungsbaugesellschaft hat das Bahnhofshotel im Frühjahr 2014 gekauft. 2011 hatte es darin gebrannt. Die Brandschäden sollen durch den Teilabriss beseitigt werden.

 Das Hotel wurde um 1860 gebaut. Der Gaststättenbetrieb lief bis in die frühen neunzuger Jahre des vergangenen Jahrhunderts weiter, als das letzte Mitglied der Betreiberfamilie starb.

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