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„Wohnen am Nordwall": Kostenplan fällt durch

Architekt erneut nicht zu erreichen + Kommentar „Wohnen am Nordwall": Kostenplan fällt durch

Der Kostenplan für das Projekt „Wohnen am Nordwall“ liegt inzwischen vor. Das vom Stuttgarter Architekturbüro Steimle entwickelte Konzept stößt beim potenziellen Bauträger, der Kreiswohnungsbaugesellschaft, jedoch erneut auf wenig Gegenliebe.

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Auf dem Areal in der Stadthäger Nordstadt tut sich erst einmal nichts. 

Quelle: rg

Stadthagen. Dabei musste Steimle bereits mehrfach seine Planungen überarbeiten, nachdem er im Mai 2015 den von der Stadt ausgeschriebenen Architektur-Wettbewerb gewonnen hatte. Die Wohnbau hatte bis zuletzt bemängelt, dass der Architekt keinen Beweis für die Wirtschaftlichkeit seines Konzeptes erbracht hat.

Ernüchterndes Ergebnis

Nach etlichen Verzögerungen liegt nun der erneute Kostenplan aus Stuttgart vor. Das Ergebnis ist jedoch ernüchternd. „Nach den Zahlen, die dort aufgeführt sind, lässt sich das Projekt aus unserer Sicht nicht umsetzen“, erklärt Wohnbau-Geschäftsführer Heinz-Helmut Steege.
Die Gesamtkosten seien so hoch, dass sich die 17 auf dem Areal geplanten Wohnungen nicht zu ortsüblichen Mietpreisen anbieten ließen. „Und unser Plan ist nicht, dort eine Luxusimmobilie zu realisieren“, betont der Wohnbau-Geschäftsführer. „Das muss schon Hand und Fuß haben, sonst macht das aus unserer Sicht als Investor keinen Sinn.“

Noch kein Kontakt

Steege will dennoch an dem Thema dran bleiben. Er habe bereits Kontakt zum Architekturbüro aufgenommen und die Vorstellungen der Wohnbau verdeutlicht. „Ein Mitarbeiter hat mir versichert, dass sich Herr Steimle melden wird. Aber das sollte eigentlich schon Anfang dieser Woche sein“, berichtet Steege.
Zudem bleibe er mit dem städtischen Bauamt im Gespräch. „Dort sitzen ja auch Fachleute. Vielleicht kommt aus dem Rathaus noch eine gute Idee“, hofft Steege, der bis dahin auf den Rückruf des Stuttgarter Architekten wartet. „Er wird sich melden, denke ich.“

ber

Stillstand in der Nordstadt

Manchmal fällt die Entscheidung zwischen Lachen oder Weinen nicht leicht. So auch beim Projekt „Wohnen am Nordwall“.
Der Architekt Steimle, für den und dessen Entwurf die Fachjury beim Wettbewerb der Stadtverwaltung votiert hat, scheint kein besonderes Interesse an der Neugestaltung des Areals in der Kreisstadt zu haben. Nicht genug, dass bei dem Wettbewerb kein Budget bei den eingereichten Entwürfen vorgegeben war, was schon einem Versäumnis gleichkommt: Offenbar scheinen sich die Jurymitglieder auch keinen Eindruck von den antretenden Architekten gemacht zu haben. Das Ende vom Lied: Mehrere Tausend Euro für den Wettbewerb ausgegeben, ein selten bis gar nicht zu erreichender Architekt, ein nicht realisierbarer Entwurf und zu guter Letzt Stillstand in der Nordstadt. Und das ist tatsächlich zum Heulen.

Von Verena Insinger

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