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Wohnen am Nordwall: Wieder nichts

Keine Zustimmung Wohnen am Nordwall: Wieder nichts

Es hakt noch immer: Nachdem erste Entwürfe wegen zu hoher Kosten durchgefallen waren, hat der Stuttgarter Architekt Thomas Steimle seine Ideen zum „Wohnen am Nordwall“ ein weiteres Mal überarbeitet. Auch diese Variante findet jedoch in der aktuellen Fassung keine Zustimmung der Kreiswohnungsbaugesellschaft.

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Quelle: Archiv

Stadthagen. Dafür ist nun die bereits ältere Idee zurück, die neuen Gebäude teilweise nicht zu unterkellern und so Kosten zu sparen. Bereits zuvor hatte die Wohnbau den Preis der neuen Wohnungen moniert, den Steimles Pläne zur Folge hätten. Dabei ging es um neun Euro pro Quadratmeter. Zu viel, findet Wohnbau-Geschäftsführer Heinz-Helmut Steege. Er verweist auf den bereits jetzt herrschenden Mangel an günstigem Wohnraum in der Kreisstadt. „Wir brauchen Wohnungen, die sich möglichst viele leisten können“, fordert Steege.

Mehr Wohnraum, gedrückter Preis

Mit diesem Auftrag war Architekt Steimle an sein Reißbrett in Stuttgart zurückgekehrt. Jüngst reichte er nun Steeges Darstellung gemäß folgenden Einfall nach: Die am zum Nordwall ausgerichteten Gebäude liegende Remise wird weggerissen, es entsteht 180 Quadratmeter mehr Wohnraum, der Quadratmeter-Preis wird dadurch nach unten gedrückt – um 30 Cent.

Steege ist das zu wenig. Die Wohnbau stimme diesem Vorschlag definitiv nicht zu. Eher denkbar sei es für ihn, die Remise zu erhalten und ihr die Funktion einer Abstellkammer zukommen zu lassen, alternativ zu Kellerräumen. Diese neue Überlegung hat nun die bereits zuvor diskutierte Option zurück ins Spiel gebracht, Kosten zu sparen, indem auf die Unterkellerung des zur Remise gehörenden Gebäudes verzichtet wird.

Auch die Stadtverwaltung setzt jetzt auf diese Variante und den Erhalt der denkmalgeschützten Remise, wie Bürgermeister Oliver Theiß erklärt. Weiterhin kostensenkend dürfe sich das Fördergeld auswirken, das die Stadt für das Projekt beantragt. „Wir warten auf die schriftliche Bestätigung“, sagt Theiß. Er rechne damit im August oder September. Insgesamt sollte das Projekt ursprünglich rund vier Millionen Euro kosten.

Rebereien um das Projekt

Im April 2015 hatte der Stuttgarter Architekt Thomas Steimle einen von der Stadt ausgelobten Wettbewerb gewonnen. Seitdem hat es immer wieder Reibereien rund um das Projekt gegeben, mehr als ein Jahr später ist kein einziger Spatenstich erfolgt. Steege hatte der Jury nach dem Wettbewerb vorgeworfen, unter rein architektonischen Gesichtspunkten entschieden und dabei die Kostenfrage vernachlässigt zu haben.

Bauamtsleiter Gerd Hegemann hatte darauf betont, die Verwaltung habe auf Zeit- und Kostenrahmen verzichtet, um einen „ungehinderten Ideenfluss“ zu ermöglichen. Es sei üblich, das Ergebnis eines solchen Wettbewerbes nicht eins zu eins umzusetzen, sondern in Absprache mit dem Investor den finanziellen Möglichkeiten anzupassen.  jcp

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