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Wolf in Stadthagen gesichtet?

Kein eindeutiger Beweis Wolf in Stadthagen gesichtet?

Kurz vor Weihnachten soll ein Waldspaziergänger in Afferde im Nachbar-Landkreis Hameln-Pyrmont einen Wolf gesichtet haben. Er schoss sogar ein Foto von dem Tier. Nun soll auch ein Wolf in Stadthagen gesichtet worden sein.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Das zumindest behauptet eine Lauenhägerin, die am Dienstagabend Richtung Stadthagen unterwegs war und in Waldnähe einen Wolf gesehen haben will. In den sozialen Medien berichtet sie, dass gegen 21 Uhr am Stadtrand ein Wolf die Straße überquert habe. Außerdem habe sie im Dunkeln noch weitere leuchtende Augenpaare gesehen. Ob es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt habe, oder es ein anderes Tier war, steht nicht fest.

Schäferhunde werden oft für Wölfe gehalten

Beim Veterinäramt des Landkreises ist indes bisher noch keine Meldung über einen Wolf eingegangen. Die Mitarbeiter dort warnen jedoch vor vorschnellen Schlüssen und Panik. Es komme immer wieder vor, dass beispielsweise Schäferhunde für Wölfe gehalten werden. Im vergangenen Jahr mutmaßte die Polizei bei einem angefahrenen Hund, dass es sich um einen Wolf handeln könne. Bei der anschließenden Prüfung stellte sich jedoch heraus, dass das Tier sehr alt war und einige Büschel ergraut waren. „Schäferhunde sind die meist gehaltene Rasse in Deutschland und können einem Wolf ähnlich sehen“, erklärt Ulf Güber, Amtstierarzt beim Landkreis Schaumburg. Auch bestimmte Huskies und Tschechoslowakische Wolfshunde können dem Wolf durchaus sehr ähnlich sehen und somit schnell zu Verwechslungen führen.

DNA-Analysen als eindeutigen Beweis

Da es bisher keine Beweismittel wie Haare oder Kot gebe, sei eine Einschätzung der Sichtung schwierig. DNA-Analysen solcher Funde könnten einen eindeutigen Aufschluss darüber gegeben, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt. Zu den eindeutigen Hinweisen – C1 genannt – zählen Fotos oder DNA-Nachweise. Zur Kategorie C2 gehören Bestätigungen von erfahrenen Experten. Im Falle einer reinen Sichtung von C3 – eine unbestätigte Meldung.

Güber betont, dass Menschen keine Angst vor Wölfen haben müssten, da sie von Natur aus scheu seien. Über eine mögliche Population in den Wäldern Schaumburgs könnten keine Angaben gemacht werden. Ob sich nun ein Einzeltier oder ein Rudel hier niedergelassen habe, sei reine Spekulation. Sichte eine Person einen Wolf, sei es üblich, dass Güber oder die beiden zuständigen Wolfsberater Florian Brandes und Jürgen Müller des Landkreises informiert werden. Es gebe seit Jahren ein ausgearbeitetes Konzept, das greife, wenn ein Wolf gesichtet werde.  jemi

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