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Wolkenbruch stoppt Open-Air-Finale

Tage der Weserrenaissance Wolkenbruch stoppt Open-Air-Finale

Sonnabend bescherte einen herrlichen Sommertag bis abends. Nach der gut frequentierten launigen und trockenen Nacht der Musik am Freitag, versprach die Fortsetzung der Tage der Weserrenaissance eine entspannte Sache zu werden.

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Von Bedürfnissen und Wünschen

Mit Lust, Leichtigkeit und Können: La festa musicale begeistern mit dem Brandenburgischen Konzert Nummer Drei.

Quelle: sk

STADTHAGEN. Am Vormittag zur Marktzeit hatten die Kinder ihren Spaß beim Spiel und Spaß am Wochenmarktbrunnen, organisiert vom Kulturzentrum Alte Polizei. Und wer nach dem Einkauf ein ruhiges Fleckchen suchte und vielleicht noch nie das Tor zum Garten an der alten Kirche an der Klosterstraße durchschritten hat, konnte hier unter Obstbäumen Kaffee und Kuchen genießen und durch den Kräutergarten spazieren, auf abgezirkelten Wege zwischen niedrigen Buchsbaumhecken.
Das Gartenareal gehörte einst zum Franziskanerkloster, das zwischen Spätmittelalter und Renaissance nur kurz existierte, 1486 bis 1559. Graf Erich zu Holstein-Schaumburg gründete es als kleines geistliches Zentrum in seiner Residenz. Mit Beginn der Reformation in Schaumburg wurde das Kloster aufgehoben. Über den Mann, der die Reformation in Schaumburg einführte, über Graf Otto VI, berichtete in der Klosterkirche – diese steht nur noch als Rudiment – zur Kaffeezeit die Osnabrücker Historikerin Gudrun Husmeier.
Lieber in die grüne lebendige Gegenwart des Gartens schauten Evelyne Berger und ihre Tochter aus Lindhorst, während sie auf die Reitkunst der fürstlichen Hofreitschule warteten. Um 18 Uhr sollten im Schlosspark Pferde und Reiter – letztere historisch gewandet – hohe Dressurkunst zeigen. Schon einmal hatte das Ereignis vor der Kulisse des Stadthäger Schlosses Hunderte Zuschauer angelockt und begeistert. Diesmal blieb das Areal gänzlich leer, und nicht nur die beiden Lindhorsterinnen wurden enttäuscht. Ein wahrer Wolkenbruch war just vor dem geplanten Vorführungsbeginn niedergegangen und der Rasen war anschließend so durchnässt, dass Pferde und Reiter ihre Kunst nicht gefahrlos zeigen konnten. Das große Finale der Tage der Weserrenaissance wurde abgesagt.
Vom Platzregen mit Blitz und Donner war in der St.-Martini-Kirche indes kaum etwas wahrzunehmen. Nur die Schirme der spät ankommenden Besucher verursachten nasse Flecke auf dem Steinboden. Gut gefüllt war die Kirche, standen doch unter anderem zwei Brandenburgische Konzerte von Johann Sebastian Bach auf dem Programm, „zwei Gassenhauer“, gab Anne Marie Harer freimütig zu. Die Violinistin ist Konzertmeisterin des hannoverschen Ensembles La festa musicale, das außerdem mit eigenen Bach-Arrangements begeisterte. sk

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