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Zähes Ringen um die Zehntscheune

Gremium muss noch gegründet werden Zähes Ringen um die Zehntscheune

Der „Freundeskreis Zehntscheune“, der entscheiden soll, wer wann in der Zehntscheune in Stadthagen ausstellen darf, ist immer noch nicht gegründet worden – das Frühjahr als möglicher Ausstellungszeitraum aber nicht mehr weit entfernt. Erster Ansprechpartner für Künstler ist jedoch die Stadt.

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Quelle: Archiv

Stadthagen. Nicht ein ehrenamtlicher Kurator soll künftig die Künstler aussuchen, die in der Zehntscheune ausstellen, sowie sich um die Organisation der Ausstellungen kümmern. Vielmehr soll ein Freundeskreis von Kulturschaffenden und Künstlern die Auswahl und Umsetzung übernehmen. So sieht es ein Konzept vor, das das Kulturforum Stadthagen – in diesem haben sich kulturell engagierte Vereine zusammengefunden – der Stadt vorgelegt hat und das vom Rat abgesegnet wurde.

Erster Ansprechpartner für Künstler ist laut Ratsbeschluss gleichwohl jedoch die Stadt, genauer Niklas Schmidt vom Fachbereich Bürgerdienste. Schmidt gibt Bewerbungen zur Beurteilung weiter an den Freundeskreis. Dieser berät über die eingereichten Vorschläge und gibt eine Empfehlung an den Fachbereich zurück. Dessen Leiterin Iris Freimann hat dann das letzte Wort. Die Vergabe der Zehntscheune erfolgt letztendlich durch die Stadt.

Wie genau die Mitglieder des Freundeskreises zu ihrer Beschlussempfehlung kommen wollen und wie, von wem genau und nach welchen Kriterien Entscheidungen getroffen werden, steht laut Klaus Strempel, Geschäftsführer der Alten Polizei, noch nicht fest. Das Gremium existiert noch nicht einmal. Freimann wolle Künstler und Kulturschaffende zu einem ersten Treffen einladen. Dies ist aber laut Strempel noch nicht erfolgt.

Erste Bewerbung schon eingegangen

Derweil ist bei Niklas Schmidt im Fachbereich Bürgerdienste mindestens schon eine Bewerbung eingegangen. Auf eine Antwort wartet dringend die Hagenburger Malerin Jutta Wildhagen. Für eine Gruppe von acht Schaumburger Künstlern, die in den vergangenen Jahren mehrfach mit der Ausstellung „Ansichtssachen“ in der Zehntscheune vertreten war, hat sich Wildhagen bei Schmidt gemeldet und dann einen Fragebogen erhalten. Eine Vita der Künstler wurde verlangt und wie die Vernissage gestaltet werden soll. Auch einen Kosten- und Finanzierungsplan der Ausstellung möchte die Stadt haben, die Öffnungszeiten und die Betreuung der Ausstellung geregelt wissen.

Eine Antwort auf ihre Anfrage hat Wildhagen naturgemäß noch nicht erhalten. Die Malerin: „Ich hoffe sehr, dass es bald passiert.“ Denn: „Wir müssen planen“, verdeutlicht Wildhagen die Situation der Künstler. Normalerweise brauche man für eine Ausstellung eine Vorlaufzeit von einem Jahr. Für die Zehntscheune lautet ihr Wunschtermin Mai oder August.
Die Entscheider sind allerdings noch nicht einmal am Start. „Bis jetzt gibt es kein Planungsgremium.“ Das Gebot großer Eile sieht Strempel indes nicht gegeben, wohl aber einen guten Weg, mit der Einrichtung eines Freundeskreises weiterhin Ausstellungen in der Zehntscheune zu gewährleisten.  sk

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