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Stadthagen Stadt Zahl der Grundschüler sinkt ab 2015 stark ab
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Zahl der Grundschüler sinkt ab 2015 stark ab
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16:12 22.07.2011
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Stadthagen (ssr). Bürgermeister Bernd Hellmann versicherte auf SN-Anfrage, es werde nach seiner festen Überzeugung auch langfristig bei drei Grundschulstandorten in der Kreisstadt bleiben.

Nach heutigem Stand werden im kommenden Schuljahr 757 Kinder die Stadthäger Grundschulen besuchen. Davon entfallen auf die Grundschule Am Sonnenbrink 373, auf die Grundschule Am Stadtturm 279 und auf die Grundschule An der Bergkette 105 Schüler. Den Gipfel der Entwicklung wird die Zahl der Grundschüler im Schuljahr 2014/15 mit 761 erreichen.

Im Jahr 2016 werden es der Prognose nach stadtweit aber nur noch 667 Grundschüler sein (siehe Grafik) – das wären 14 Prozent weniger als heute. Demnach werden am Sonnenbrink dann noch 329, am Stadtturm 266 und an der Bergkette 72 Kinder die Schulbank drücken.

Für das am 18. August beginnende Schuljahr 2011/12 sind in der Kreisstadt nach Auskunft von Kathrin Prade vom Schulamt 190 Abc-Schützen angemeldet worden. Das sind sogar acht mehr als vor genau einem Jahr. Zu Beginn des Schuljahres 2016/17 werden es nach derzeitigen Erkenntnissen stadtweit aber nur noch 144 einzuschulende Erstklässler sein. Das entspräche im Vergleich zu heute einem Minus von satten 24 Prozent.

Nach Auskunft von Hellmann werden an der Bergkette im kommenden Schuljahr noch einmal zwei erste Klassen gebildet. Denn dort sind 30 Abc-Schützen angemeldet worden. Doch im Folgejahr bricht die Kinderzahl dort oben am Waldrand ein: Für das Schuljahr 2012/13 sind nur noch 19, für das Schuljahr 2015/16 sogar nur noch 15 Einschulinge prognostiziert – das reicht gerade noch für eine Klasse hin.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung war der Wendthäger Standort der Grundschule An der Bergkette im vergangenen Jahr nach langer politischer Debatte geschlossen worden.

Der Bürgermeister unterstrich, die Grundschule An der Bergkette stehe auch langfristig „nicht in Frage“. Der Verwaltungschef weiter: „Es gibt auch nicht im stillen Kämmerlein irgendwelche Überlegungen dazu.“ Ob die Schülerzahlen in der Weise absinken werden wie die derzeitigen Prognosen das aussagen, stehe ohnehin noch dahin. „Mit unserer Wohngebiets- und Ansiedlungspolitik kämpfen wir um den Zuzug gerade junger Familien in den Ortsteilen an der Bergkette.“

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