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Zahl der Schwerverletzten steigt an

Stadthagen / Unfallstatistik Zahl der Schwerverletzten steigt an

Die Zahl der gemeldeten Unfälle ist im vergangenen Jahr im Bereich des Polizeikommissariats leicht zurückgegangen. Insgesamt 881 Fälle nahmen Udo Philipp, Leiter des Streifendienstes, und dessen Kollegen auf. Im Jahr 2010 waren es noch 919 Unfälle gewesen. Sorge bereitet Philipp hingegen das „hohe Niveau bei den Unfallfluchten“.

Stadthagen (bes). Zwar ist 2011 die Zahl der registrierten schwer verletzten Unfallopfer angestiegen, der Wert liege jedoch im langjährigen Mittel, so Philipp bei der Vorstellung der Unfallstatistik weiter. „Die Risikobereitschaft der Verkehrsteilnehmer hat zugenommen“, erklärte der Leiter des Streifendienstes, weil die Zahl der Scherverletzten von 16 in 2010 auf 26 im vergangenen Jahr emporgeschnellt ist.

Zudem machten die Ordnungshüter im Kreuzungsbereich der Landesstraßen 445 und 370 in Sachsenhagen eine sogenannte Unfallhäufungsstelle aus. Dort haben sich insgesamt fünf der aufgenommenen Unfälle ereignet, wobei vier Menschen leicht verletzt wurden. Den Schaden bezifferte Philipp auf mehr als 37 000 Euro. Um diesen Bereich zu entschärfen, soll es dort wie schon 2011 auch in diesem Jahr zu Tempomessungen kommen. Auch Baumaßnahmen sind angedacht.

Als Hauptunfallursachen führte der Beamte Unachtsamkeiten beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren mit 237 aufgenommenen Fällen an, gefolgt von 135 Wildunfällen und 133 Vorfahrts- oder Vorrangmissachtungen. 75 Unfälle wurden auf eine überhöhte Geschwindigkeit zurückgeführt. 21 Mal spielte Alkoholeinfluss eine Rolle, einmal stand ein Unfallverursacher unter Drogen.

Darüber hinaus stoppten die Beamten 86 Fahrer, die unter Alkoholeinfluss standen, 21 Fahrer hatten Drogen konsumiert. Die Dunkelziffer sei jedoch weitaus größer zu vermuten, ließ der Streifendienst-Leiter durchblicken. Den höchsten Blutalkoholwert hatte dabei ein Autofahrer mit 3,5 Promille, ein Fahrradfahrer brachte es immerhin noch auf 2,56 Promille.

Sorge bereitet den Stadthäger Ordnungshütern die weiterhin hohe Zahl der registierten Unfallfluchten. Diese lag 2011 bei mehr als 211 und ist somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gefallen, liegt dennoch über dem langjährigen statistischen Mittelwert. Die Aufklärungsquote in diesen Fällen betrug laut Philipp 43 Prozent, auch weil die Menschen dank der Presse mittlerweile für die Kosequenzen sensibilisiert seien. Im Jahr 2005 konnten die Ordnungshüter lediglich jede dritte Unfallflucht aufklären.
Für 2012 haben sich die Beamten zum Ziel gesetzt, die Verkehrsüberwachung in dem bisherigen Maß fortzuführen und insbesondere bei den Themenfeldern Alkohol und Drogen sowie Anschnallpflicht und Handyverbot die Prävention und die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken.

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