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Ziel: Wirtschaftlicher haushalten

Stadthäger Gesamtstrategie Ziel: Wirtschaftlicher haushalten

Der Stadthäger Verwaltungsausschuss hat jetzt den Weg frei gemacht für die Erstellung einer Gesamtstrategie. Damit ist nun für das beauftragte Unternehmen der Startschuss gefallen. Die Zielsetzung ist klar: den defizitären Haushalt wirtschaftlicher gestalten.

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Stadthagen. Wie berichtet soll unter Bürgerbeteiligung ein Plan erstellt werden, welche Schwerpunkte die Stadt künftig setzen soll. Für das Projekt sind 30 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden. Der Fahrplan ist sportlich: Bereits im Dezember soll das Ergebnis dem Rat zur Absegnung vorgelegt werden. Ein begrenzter Zeitraum sei wichtig, damit das Verfahren nicht verwässere und die Akzeptanz nicht sinke, betont Stefan Eisner, Geschäftsführer der Niedersächsischen Studieninstitut (NSI) Consult Beratungs- und Servicegesellschaft mbH.
„Außerdem wollen wir die Ergebnisse zum Jahresende haben, damit wir erste Erkenntnisse bereits in dem Haushalt für 2018 umsetzen können“, fügt der städtische Kämmerer Jörg Schädel hinzu. Aktuell gebe es 70 Produkte im Haushalt, die sich wiederum in verschiedene Maßnahmen spalten. Dahinter stehe keinerlei Strategie. „Die Aufgabe ist nun zu schauen, wie diese Maßnahmen zusammenpassen, um die Stadt voranzubringen.“

Während sich Bürgermeister Oliver Theiß Einsparungen von mindestens einer Million Euro jährlich erhofft – bei einem aktuellen Defizit von zwei Millionen Euro für die nächsten Jahre –,  macht Eisner aber deutlich, dass Einsparungen auf sich warten lassen können, „denn vielleicht stehen zuerst große zusätzliche Investitionen an, die erst langfristig zu Einnahmen führen“. Aber eines sei sicher: „Es führt zu einem wirtschaftlicheren Umgang mit den Ressourcen.“

Bis es soweit ist, werde die Verwaltung weiterarbeiten wie bisher. „Dass wir jetzt ein Jahr Pause machen, ist nicht realistisch“, bezieht sich Schädel auf Maßnahmen wie etwa die geplante Sanierung des Schlossgarten-Cafés.

Warum solch ein Vorhaben seiner Ansicht nach alternativlos ist, erklärt Theiß: „Wir hatten in den vergangenen Jahren viele gute Ideen, aber nicht alle sind aus finanziellen Gründen umsetzbar und wurden zerredet. Wir brauchen eine Strategie, was Vorrang haben soll.“ Alle Interessengruppen sollen bei dem Prozess mitgenommen werden. Deshalb ist für die Auftaktveranstaltung ein besonderer Rahmen geplant. Die Fertigstellung des Ratssaals und der Rathauskuppel soll genutzt werden, die Bevölkerung zur offiziellen Einweihung und gleichzeitigem „Kick-Off“ des Projekts Gesamtstrategie einzuladen. Dazu soll es am 25. Februar ein Bürgerfest geben.

Mindestens 1000 Fragebögen müssen ausgewertet werden

Erstmals soll dann auch ein von der NSI Consult bis dahin ausgearbeiteter Fragebogen verteilt werden. Mindestens 1000 Rückläufe erhoffen sich die Experten. Die Bögen sollen online ausgefüllt werden können, werden aber auch in vielen öffentlichen Einrichtungen ausliegen. „Wir werden auch klassisch mit dem Klemmbrett auf dem Wochenmarkt unterwegs sein“, erklärt Berater Dino Schubert.

Außerdem sind mindestens drei Bürgerabende geplant, bei der Ideen erarbeitet werden, die in den Osterferien von der NSI Consult aufgearbeitet und der Verwaltung dann zur Verfügung gestellt werden. Letztlich soll die Gesamtstrategie „auf einem breiten demokratischen Fuß stehen“, wie Eisner es ausdrückt. Theiß fügt hinzu: „Wir erhoffen uns eine gebündelte Akzeptanz, auch bei Maßnahmen, die wehtun.“

Nachdem im ersten Schritt die Schwerpunkte herausgearbeitet worden sind, sollen mit der Verwaltung Ziele benannt und die dazugehörigen Instrumente erarbeitet werden. Das fertige Konzept soll dem Rat vorgelegt werden.

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