Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Zu laut?

Ärger über Trinker-Szene Zu laut?

Bürgermeister Oliver Theiß will auf Beschwerden aus der Stadthäger Bevölkerung mit Blick auf die Trinker-Szene vor der St.-Martini-Kirche reagieren. „Wir haben ein Problem mit dieser Szene“, sagte er in der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung.

Voriger Artikel
Sieben Streiche auf dem „Speiskübelbass“
Nächster Artikel
Ahornallee: Becker beim Ministerium

Hinter dem Haus von Klaus Scheper trifft sich die Trinker-Szene – ganz zum Ärger der Mieter. Ein Anwalt zieht nun bereits aus. 

Quelle: rg

Stadthagen. Stadthagen. Aus diesem Grund will die Stadtverwaltung den Außendienst des zuständigen Fachbereiches personell verstärken, unter anderem, um besser auf die Problematik in der Fußgängerzone reagieren zu können.

Theiß: „Wir wollen mehr Präsenz vor Ort zeigen.“ Das eröffne vielleicht Möglichkeiten, mit den Leuten in den Dialog zu treten, erhofft sich der Verwaltungschef. Außerdem biete die personelle Aufstockung die Chance, schneller vor Ort zu sein, wenn etwas Unangenehmes oder gar Unzulässiges passiere. „Ich glaube, dass sich so eine Menge zum Positiven verändern lässt“, sagte Theiß vor den Ausschussmitgliedern.

Das wäre ganz im Sinne von Klaus Scheper. Dem gebürtigen Stadthäger gehört das Eckhaus am Durchgang zur Kirche. Erst vor Monaten hat er 52 000 Euro in sein Haus investiert, um die neuesten Brandschutzauflagen zu erfüllen. Jetzt laufen ihm die Mieter davon, nach eigenen Angaben wegen der Trinker-Szene. Der Mieter im zweiten Obergeschoss – ein Rechtsanwalt – habe bereits gekündigt, weil seine Klienten angepöbelt worden seien und ein Arbeiten bei offenem Fenster wegen der Geräuschkulisse teilweise nicht möglich sei.

Und es kommt noch dicker: Die Mieter der Wohnung im ersten Obergeschoss erwägen nach Angaben Schepers ebenfalls die Kündigung.
Der Immobilienbesitzer fühlt sich mit dem Problem bislang allein gelassen. Seine Befürchtung: Die hohe Investition in den Brandschutz seines Hauses war umsonst. Einen gewerblichen Nachmieter für das zweite Obergeschoss zu finden, hält er unter diesen Voraussetzungen für unwahrscheinlich.

Scheper war mit seiner Ehefrau erst über Weihnachten in seiner Heimatstadt Stadthagen. Auch bei diesem Besuch habe er die Trinker-Szene am Durchgang vom Marktplatz zur St.-Martini-Kirche beobachten können. „Eine Wodkaflasche machte gerade die Runde“, erinnert sich der 73-Jährige im Gespräch mit den SN. „Als ich die Männer gebeten habe, woanders hinzugehen, haben sie mir Schläge angedroht.“ Kein Wunder also, findet der Wahl-Münchener, dass ihm die Mieter abspringen.

„Ich bin auf das Geld aus den Mieteinnahmen angewiesen“, betont der 73-Jährige. „Es ist meine Altersvorsorge.“ Er wandte sich per Post an Bürgermeister Theiß und schlug ihm die Errichtung einen alkoholfreien Bereichs in der Fußgängerzone vor. Scheper erhielt prompt Antwort. Man wolle sich kümmern, das Problem sei bekannt. Allerdings seien der Stadt die Hände gebunden, solange sich Mitglieder der Gruppe nichts zu Schulden kommen ließen.

Doch offenbar will die Verwaltung nun doch reagieren, wie im Ausschuss jetzt deutlich wurde – und Klaus Scheper hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich an der Situation in der Fußgängerzone doch noch etwas ändert.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Beschwerden bekannt

Der Stadtverwaltung sind Beschwerden von Bürgern bekannt, die sich auf eine sogenannte „Trinker-Szene“ beziehen – wir berichteten mehrfach.

mehr

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg