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„Zum Ersten – zum Zweiten – zum Dritten“

Stadthagen / Fundsachenversteigerung „Zum Ersten – zum Zweiten – zum Dritten“

Es ist schon erstaunlich, was in Stadthagen alles verloren geht. Mit vollem Einsatz schwang Barbara Erhardt vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadt Stadthagen bei der Fundsachenversteigerung am Sonnabendmorgen den Hammer. „115 Euro – zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, verkauft!“ Ein Fahrrad für 115 Euro war das Höchstgebot an diesem Tag.

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Auktionatorin Barbara Erhardt macht den Bietern die Fundsachen gleich kistenweise schmackhaft.

Quelle: tbh

Stadthagen (tbh). Bevor das Wetteifern um die persönlichen Lieblingsstücke begann, hatten alle Besucher die Möglichkeit, die Sachen zu begutachten und zu schauen, ob etwas Interessantes für sie dabei war. Frank Adam hatte es auf ein neues Fahrrad abgesehen. Drei Stück kamen für ihn infrage, sein Limit lag bei 40 Euro.  „Das Problem ist, dass es hier so eng ist, dass man nicht richtig schauen kann, ob zum Beispiel die Lager noch in Ordnung sind“, sagte der auch handwerklich begabte Bieter. Für nur einen Euro ersteigerte Rudolf Plieschke aus Nienstädt ein Fahrrad für seinen Sohn in Berlin, dessen Drahtesel geklaut wurde. Reinhard Klinkert griff für seine Lebensgefährtin Petra Eikmann schon ein bisschen tiefer in die Tasche. Zu dem Fahrrad mit tiefem Einstieg bekam er dafür auch noch einen Sattel von Erhardt spendiert.

Insgesamt wurden 40 Fahrräder, Säcke voller Klamotten von der letzten Abifete, aber auch kistenweise Schwimmbrillen, Wasserspielzeug und Handtücher, die im Schwimmbad liegengeblieben sind, mit einem Startgebot von einem Euro angeboten. Schmuckstücke ließ die Stadt nach Angaben von Erhard zuvor auf den Wert schätzen, aber auch da konnte man Glück haben. Hanno Kellermeier erwarb einen Silberohring für vier Euro, und das, obwohl er gar keine Ohrringe trägt. 

Dieses Mal war sogar eine Vespa-Mofa dabei. Mehr als die veranschlagten 30 Euro hat sie aber nicht eingebracht.

In einem Rucksack versteckte sich zum Beispiel eine Flasche Wodka. Erhardt scheute keine Mühen die Fundsachen ansprechend zu präsentieren. Sie machte den Anwesenden vom rosa Badeanzug über die Lesebrille bis zur Wasserpfeife alles richtig schmackhaft. 

„Manchmal werden aber auch kuriose Sachen wie Gebisse im Fundbüro abgegeben“, wusste Annelies Buhlmann zu berichten, die für die Fundsachen bei der Stadt zuständig ist. „Solche Dinge kommen hier natürlich nicht unter den Hammer.“ Nach knapp zwei Stunden zeigten sich dann alle zufrieden mit der Ausbeute. „Es waren diesmal viel mehr Besucher als sonst und es ist auch so gut wie alles weggegangen“, resümierte Erhardt nach getaner Arbeit.

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