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Stadthagen Zurück in Stadthagen

„Jetzt hängt er wieder“, hat Bernd Hellmann auf dem Marktplatz verkündet. Der Bürgermeister sprach vor geladenem Publikum vom Walkieferknochen, der in Goch am Rhein in der Henssen-Palaeo-Werkstatt restauriert wurde und Montagmittag wieder an seinen angestammten Platz gelangte.

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Sponsoren und Initiatoren, Helfer und Gästeführer freuen sich über die abgeschlossene Restaurierung des Walkieferknochens, der nun wieder am Rathaus hängt.

Quelle: sk

Stadthagen. Martin Piper von der Feuerwehr Stadthagen hatte den gut verpackten Knochen vom Niederrhein abgeholt. Die Bauhofmitarbeiter Wolfgang Buhr und Frank Wilharm schoben den Knochen mit viel Muskelkraft und Unterstützung von Kollegen wieder in die metallene Aufhängung am Rathaus.

 Mit Stadthäger Initiative und Manpower und dem wissenschaftlichem Sachverstand von Restauratorin Susanne Henssen ist der etwa 600 Jahre alte Walkieferknochen vor dem Verfall gerettet worden – und mit dem finanziellen Engagement folgender Sponsoren: Sparkasse Schaumburg, Verkehrsverein Stadthagen und Umgebung, VGH, Stadtwerke Schaumburg-Lippe, Schaumburger Landschaft, als Privatperson Gerrit Mack sowie das DRK Schaumburg, das in Absprache mit dem Heringskönig 2012, Johannes Wilkening, einen empfangenen Betrag in Höhe von 2000 Euro für die Knochenrestaurierung weiterleitete. 6650 Euro sind insgesamt zusammengekommen. Die Summe deckt laut Bernd Hellmann die Kosten der Sanierung und Konservierung.

 Hellmann dankte auf dem Marktplatz allen Helfern und Sponsoren, und Stadtarchivar Adolf Tatje klärte über den Knochen und dessen Historie auf. Mit der Heringsfänger-Vergangenheit der Stadt habe das Walkieferfragment nichts zu tun. Dieses ist wesentlich älter, gelangte vor etwa 600 Jahren als diplomatisches Fürstengeschenk nach Stadthagen. Wale seien durch ihre Erwähnung in der Bibel geheiligt. So galten Knochen der Meeressäuger, die an Nord- oder Ostseeufern gestrandet waren, als besondere Gaben und hängen noch heute an vielen Rathäusern und Schlössern.

 Tatje erfuhr von einem der bekanntesten und inzwischen verstorbenen deutschen Walforscher, Klaus Barthlemes, dass es sich beim Stadthäger Knochenexemplar um den Unterkieferast eines Bartenwales handele.

 Mit einem Alter von etwa 600 Jahren nimmt der Stadthäger Knochen laut Barthlemes europaweit eine besondere Stellung ein. Von rund 1500 Walknochenmonumenten an fast 1000 Orten seien nur wenige Dutzend älter als 300 Jahre. js

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