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Stadthagen Stadt Zwei Verträge unter Dach und Fach
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Zwei Verträge unter Dach und Fach
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13:24 11.03.2018
3,8 Millionen Euro fließen in private Sanierungsvorhaben an denkmalgeschützten oder erhaltenswerten Gebäuden der Altstadt. Quelle: rg
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Stadthagen

Insgesamt stehen bis zum Jahr 2025 rund 3,8 Millionen Euro für die Bezuschussung von privaten Sanierungsvorhaben an denkmalgeschützten oder erhaltenswerten Gebäuden in der Stadthäger Altstadt zur Verfügung.

Dem Abschluss eines Fördervertrages folgt nach Darstellung von Bauamtsleiter Gerd Hegemann eine unabhängige Modernisierungsuntersuchung, die durch Fördergeld finanziert wird. In dieser werden der Gebäudezustand und der Erneuerungsbedarf einer denkmalgerechten Sanierung festgestellt.

Keine Schönheitsreparaturen

Darauf fußend wird eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt, ebenfalls durch Fördergeld bezahlt. Diese ergibt, welcher Teil der Sanierungskosten sich später durch Einnahmen, etwa durch Mieten, nicht erwirtschaften lässt. Und genau diese „Wirtschaftlichkeitslücke“ der geplanten Investition wird durch Geld aus dem Förderprogramm ausgeglichen. Bezuschusst werden durch das Programm laut Hegemann nur grundsätzliche Substanzsanierungen, keine Schönheitsreparaturen unter Einsatz einzelner Gewerke.

„Wir haben das Problem, dass wir gemäß den Förderrichtlinien den Interessenten nicht von vorne herein sagen können, welcher Prozentanteil ihrer Investition gefördert wird, da der Förderbetrag erst das Ergebnis der Untersuchungen ist“, so Hegemann: „Das macht die Sache kompliziert und lässt manche zunächst zögern, zum Stift für die Vertragsunterzeichung zu greifen.“

"Eine große Chance"

Im Ergebnis handele es sich aber um ein sehr attraktives Förderprogramm, ist Hegemann sicher: „Es ist, auf das jeweilige Investitionsprojekt bezogen, wie eine Art Versicherung gegen Verlust.“ Der Bauamtschef weiter: „Das ist jetzt eine große Chance, denn man weiß nicht, wann wieder mal ein solches Förderprogramm kommt – ich kann jedem Betroffenen nur raten, diese Möglichkeit zu nutzen.“

Bei einem der beiden bisher vertraglich vereinbarten Fördervorhaben sind die Untersuchungen bereits abgeschlossen. Dabei handelt es sich laut Hegemann „um ein größeres gewerblich genutztes Gebäude“. Wann hier erste Bauarbeiten zu beobachten sein werden, könne sich aufgrund der Dimension des Projektes noch etwas hinziehen. Etwas schneller könne es beim zweiten vertraglich vereinbarten Projekt gehen, bei dem die Untersuchungen derzeit liefen und das eine wesentlich überschaubarere Dimension habe. Hier könne möglicherweise bald Baubeginn sein. Um welche Gebäude es sich in diesen beiden Fällen konkret handelt, kann Hegemann aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht sagen.

Bei den meisten der weiteren zehn noch in Verhandlung befindlichen Vorhaben ist Hegemann „zuversichtlich, dass wir zu einem Abschluss kommen“. Auf die Zahl von bisher zwölf Interessenten angesprochen, sagt Hegemann: „Bei diesen zwölf sind alle Haupt-Problemobjekte dabei, die uns städtebaulich erst mal wichtig sind.“ Sieben der Anfragen kommen aus dem besonders sanierungsbedürftigen nördlichen Teil der Altstadt. ssr

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