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Ahorn-Streit ist vertagt

Stadthagen / Politik Ahorn-Streit ist vertagt

Erst sollen Experten gehört werden: Anders als von der Verwaltung gewünscht, haben der Planungs- und Bauausschuss und der Ausschuss für Klima und Umweltschutz des Rates in ihrer gemeinsamen Sitzung am Mittwochabend nicht den Weg für das Fällen der Ahornbäume „Am Georgschacht“ freigemacht.

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Die Ahorne bleiben erst einmal stehen.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Vielmehr wurde das konfliktträchtige Thema auf Antrag der Gruppe SPD/Grüne einmütig zur Beratung in die Fraktionen zurück verwiesen. Ute Steidel (SPD) kündigte an, dass Experten zu Rate gezogen werden sollen, „insbesondere was die Standsicherheit der Ahorne angeht“. Damit entschieden die Ausschüsse im Sinne eines Vorstoßes der Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphalt-Mischwerk“ (BI). Diese hatte verlangt, die Entscheidung über die Beschlussvorlage zurückzustellen und einen Gutachter einzuschalten (wir berichteten).

Auf welch’ großes öffentliche Interesse das Thema stößt, zeigte die Anwesenheit von mehr als 50 Bürgern bei der Sitzung. Zu größeren Auseinandersetzungen kam es angesichts der relativ raschen Vertagung des Punktes aber nicht.
Einen Alternativ-Vorschlag zur geplanten Verbreiterung der Straße, der die 64 Ahornbäume zum Opfer fallen würden, brachte Rolf Rösemeier-Tietjen (Grüne) ein. Er schlug vor, neben der Ahornreihe eine zweite Fahrbahn anzulegen. Auf der bestehenden wie auf der neuen Fahrbahn würde der Verkehr dann jeweils in eine Richtung geleitet, der problematische Lastwagen-Begegnungsverkehr wäre beseitigt. Die alten Ahorne würden in der Mitte stehen, auch ein Radweg könnte dann angelegt werden.

Bauamtsleiter Gerd Hegemann räumte ein: „Im Prinzip wäre das machbar.“ Allerdings müsste man dafür eine fünf Meter breite Schneise in ein kleines benachbartes Waldstückchen schneiden. Was der ökologisch höhere Preis wäre, gälte es dabei abzuwägen.

Gundi Donjes (WIR) schlug vor, es bei der bestehenden Fahrbahn zu belassen und den Begegnungsverkehr durch eine Ampelregelung auszuschließen. Hier verwies Hegemann darauf, dass dies bei einer Strecke von 600 Metern für die Lastwagen viel Zeitaufwand bedeuten würde. Das könnte zu einer Verlagerung des Verkehrs auf die Jahnstraße führen, was nicht gewünscht sei.

Hegemann nahm auch zu der Tatsache Stellung, dass das Bauamt noch im November 2013 in einer Beschlussvorlage davon ausgegangen war, eine Verbreiterung der Fahrbahn um einen Meter sei nicht nötig. Diese Vorlage sei damals „zu kurz gesprungen“, sagte Hegemann. „Es ist gut, wenn man in der Lage ist, sich zu korrigieren.“ Die vom Bauamt vorgeschlagene Lösung inklusive des Nachpflanzens junger Bäume diene der „dauerhaften Sicherung der Ahorn-Allee“.

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