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Asphalt-Mischwerk BI „in Befürchtungen bestätigt“
Schaumburg Stadthagen Themen Asphalt-Mischwerk BI „in Befürchtungen bestätigt“
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20:23 07.04.2014

Von Stefan Rothe

Stadthagen. Wie berichtet, hat die Firma Ahrens aus Sicht der Stadt ungenehmigt belasteten Bodenaushub auf die Bergehalde auf dem Georgschacht-Gelände gebracht.

„Wir haben bereits bei der Übernahme des Haldenbetriebs durch Ahrens davor gewarnt, dass die Firma die Bergehalde als billige Entsorgungsmöglichkeit nutzen könnte“, schreibt BI-Vorsitzender Franz Schnitker in einer Pressenotiz. Im Internet werbe die Firma mit einem „Komplett-Sorglos-Paket“ unter anderem auch für die Entsorgung von belasteten Böden und Schüttgütern. „Da liegt es doch nahe, erst mal alles auf die Halde zu kippen und vollendete Tatsachen zu schaffen“, so Schnitker.

Wie die Firma selbst betont habe, so Schnitker weiter, würden sonst bei einer anderweitigen Entsorgung dieser 12.000 Tonnen belasteten Materials enorme Kosten entstehen. „Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Ignoranz und Selbstgefälligkeit die Firma Ahrens versucht, aus rein wirtschaftlichen Interessen das seinerzeit mit viel Mühe und Aufwand erarbeitete Rekultivierungskonzept für die Halde Georgschacht zu unterlaufen“, merkt BI-Vorstandsmitglied Jürgen Burdorf an.

Ziel der Rekultivierung sei die Ummantelung der Halde mit ausschließlich unbelastetem Bodenaushub, um Schadstoffe im Grundwasser zu verhindern. „Durch gesetzliche Vorgaben ist klar definiert, was unbelastet heißt. Es dürfen demnach keine anderen Materialien eingela-gert werden, wie etwa aus Lärmschutzwällen, Straßen oder Wegen“, so BI-Vize Oliver Theiß.

„Wir haben immer befürchtet, dass das Asphalt-Mischwerk die Stadt viel Geld kosten wird, mit großen finanziellen Risiken verbunden ist und die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet“, fährt Schnitker in der Presseverlautbarung fort. Nachdem die Stadt jetzt sogar schon vor der Inbetriebnahme rechtliche Auseinandersetzungen mit dem Unternehmen führen müsse, „dürfte selbst Bürgermeister Bernd Hellmann gemerkt haben, was er den Bürgern mit dem von ihm gewollten und unterstützten Asphalt-Mischwerk eingebrockt hat“, schließt Schnitkler.

Ahrens-Geschäftsführer Karsten Klein hatte betont, die Lagerung des Bodenaushubs sei rechtens. Das hätten in Stellungnahmen sowohl das niedersächsische Umweltministerium, der Landkreis Schaumburg als Untere Abfallbehörde als auch unabhängige Gutachter bestätigt.