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Asphalt-Mischwerk Nabu: „Schnellstmöglich“ Bürgerinfo
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06:17 22.04.2012
Auf diesem frisch gerodeten Gelände soll die Asphalt-Mischanlage entstehen, über die viele Bürger aufgeklärt werden wollen. Quelle: rg
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Stadthagen

Stadthagen (ssr/jcp). Er habe in jüngster Zeit etliche Anrufe besorgter Bürger aus dem Süden der Stadt erhalten, berichtete Nabu-Ortsvorsitzender Klaus Geweke. Diese seien sehr verunsichert, weil sie nicht wüssten, „was diese Asphaltanlage an Schadstoffen ausstoßen wird“. Eine Bürgerin habe darauf hingewiesen, dass hier zumeist Westwind herrsche. Dieser würde Schadstoffe über das gesamte Stadtgebiet, vor allem aber über den südwestlichen Teil tragen. Hier befänden sich unter anderem auch zahlreiche Schulen und ein Kindergarten, was die Sache noch brisanter mache. Außerdem sei mit einer enormen Lärmbelästigung vor allem der unmittelbaren Anwohner zu rechnen.

 „Wir wollen seitens der Stadtverwaltung rasch uneingeschränkte Klarheit über alle Einzelheiten dieser Ansiedlung und deren Auswirkungen“, bringt Geweke die Nabu-Forderung „namens der Bürger“ auf den Punkt. Schließlich stehe auch die Vermutung im Raum, dass in der geplanten Anlage krebserregende Stoffe wie etwa Benzol, Schwefeldioxid und Stickoxide entstünden. „Die Bürger haben Anspruch auf schnelle und rückhaltlose Information“, unterstreicht der Nabu-Funktionär.

 Geweke forderte die Stadtverwaltung auf, eine Bürgerinformation zu einem frühstmöglichen Zeitpunkt im Genehmigungsverfahren zu organisieren. Die Genehmigungbehörde sei zwar das Staatliche Gewerbebaufsichtsamt in Hildesheim. Es sei aber Aufgabe einer bürgerorientierten Verwaltung, bei einem derart sensiblen Ansiedlungsvorhaben für eine „zeit- und sachgerechte Aufklärung zu sorgen“, so der Nabu-Funktionär.

 Der Rat hatte Ende März den Bebauungsplan „Südlich des Georgschachtes“, der die baurechtlichen Voraussetzungen für die geplante Ansiedlung schafft, einstimmig beschlossen. Geweke sagte, dieses Bauleitverfahren sei rein rechtlich ordnungsgemäß abgelaufen. Gleichwohl habe er von Bürgern gehört, diese seien enttäuscht darüber, dass die Stadt nicht schon damals eine Bürgerversammlung veranstaltet habe. „Die Informationspolitik der Stadtverwaltung im Sinne einer Bürgerorientierung in dieser heiklen Sache wird von Vielen als unzureichend empfunden.“

 Die Verwaltung nehme „die Sorgen der Bürger sehr ernst“, versicherte Hellmann. Das Bauleitverfahren sei „offen und transparent gelaufen“, die Bürgerschaft sei nach diesen baurechtlichen Regeln „grundsätzlich informiert“ gewesen. Was eine Bürgerversammlung angehe, „kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an“, differenzierte der Bürgermeister. „Jetzt ist die Zeit sicherlich reif dafür“, räumte er ein. Nach Abstimmung mit dem Gewerbeaufsichtsamt werde er einen Termin setzen.

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