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Nabu erstattet Anzeige gegen Stadt

Stadthagen / Ahornallee am Georgschacht Nabu erstattet Anzeige gegen Stadt

Der Naturschutzbund (Nabu) in Stadthagen hat Anzeige gegen die Stadt erstattet.

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Der Nabu will die Allee entlang der Straße Am Georgschaft erhalten und erstattet Anzeige gegen die Stadt.

Quelle: rg

Von Verena Insinger

Stadthagen. Es geht um den Vorwurf des Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz. Die Stadt bestätigte die Anzeige, wollte aber zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung nehmen. Die Naturschützer reagieren mit ihrem Vorgehen auf die politische Vorlage der Verwaltung, wonach reihenweise die Ahorne an der Straße Am Georgschacht gefällt werden sollen (wir berichteten).

Des Weiteren schaltete sich die Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk“ gestern, einen Tag vor der heutigen Ausschusssitzung, in die Diskussion ein. Sie beantragt, adressiert an die Verwaltung, Folgendes:

1. die Entscheidung über die Beschlussvorlage zurückzustellen;

2. einen unabhängigen Baumsachverständigen zu beauftragen, die geschützte Ahornallee am Georgschacht auf mögliche Schäden zu untersuchen und gegebenenfalls eine dauerhafte Sicherung vorzuschlagen;

3. zu prüfen, welche straßenverkehrsrechtlichen Maßnahmen erforderlich sind, um die Allee auch ohne Straßenverbreiterung sicherzustellen.

Sie begründet ihren Antrag damit, dass die hundert Jahre alten Bäume ein „naturschutzrechtlich geschützter Landschaftsbestandteil“ seien. Daher seien alle Handlungen, die die Bäume gefährden, verboten. Im Landkreis gibt es nach Angaben der Bürgerinitiative nur drei „besonders schützenswerte Alleen“, eine davon ist die am Georgschacht. Aus diesem Grund sei 1987 auch die Satzung zum Schutze der Bäume aufgestellt worden, die die Verwaltung nun, wie berichtet, aufheben will.

Die Stadt wiederum argumentiert für die Änderung mit deutlichen Schäden an einigen Bäumen. Außerdem sei in Zukunft wegen des Begegnungsverkehrs der Lastwagen mit weiteren Schäden zu rechnen. „Diese Begründung rechtfertigt in keinster Weise, jeweils auf einer Straßenseite die gesamte Baumreihe zu fällen und damit 64 über hundert Jahre alte Bäume zu beseitigen“, schreibt die Initiative in ihrer Begründung. Sie fordert eine „sach- und fachkundige Begutachtung und sorgfältige Beurteilung von Alternativen“.
Die gemeinsame Sitzung des Bau- und Planungsausschusses sowie des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz beginnt heute um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, drittes Obergeschoss. Im Anschluss berät der Umwelt- und Klimaausschuss allein über die Tagesordnungspunkte. Beide Sitzungen sind öffentlich.

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