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Rat gibt Weg für Industrieareal frei

Stadthagen / Georgschacht Rat gibt Weg für Industrieareal frei

Der Rat der Stadt hat am Montag einstimmig die Ausweisung eines Industriegebietes „Südlich des Georgschachtes“ durch einen Bebauungsplan beschlossen. Das letzte Wort über die dort geplante Ansiedlung einer Asphalt-Mischanlage mit Bauschuttaufbereitung hat allerdings noch das Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim.

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Seit Montag wird das Areal um die geplante Ansiedlung auch unter Gesichtspunkten des Artenschutzes bearbeitet.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr).  Wie Verwaltungschef Bernd Hellmann während der Ratssitzung miteilte, habe diese Aufsichtsbehörde Ende vergangener Woche „die Genehmigung aber bereits in Aussicht gestellt“. Das sei nicht verwunderlich, da „alle Beteiligten unter Koordination der Stadtverwaltung im Vorfeld alle Aspekte sehr detailgenau vorbereitet haben“. Dabei sei es vor allem mit Blick auf Lärm- und Geruchsemissionen sowie auf den Artenschutz nicht leicht gewesen, so Hellmann: „Die berechtigten Anliegen der Anwohner sind aber angemessen berücksichtigt.“ Beim am Montag angelaufenen Maßnahmenbündel zum Schutz vor allem von Zauneidechsen, Turteltauben und Uhus führe die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Aufsicht. Zusätzlich sei dafür ein unabhängiger Experte als Moderator eingesetzt.

 Die SPD begrüße die Ausweisung des Industriegebietes und auch die konkrete Ansiedlung, sagte Ute Steidel. Anfangs 20 Jobs entstünden im Industriesektor, „also genau in dem Segment, in dem Stadthagen stark verloren hat“. Die dort vorbeiführende Bahnlinie werde aufgewertet und endlich sinnvoll genutzt.

 Jens Klugmann (CDU) sprach sogar von einer mittelfristigen Perspektive bis zu 60 neuen Jobs durch den Investor. Das alles sei für Stadthagen positiv. Lothar Biege (WIR/FDP) nannte das Ganze „eine sinnvolle Nachnutzung einer lange brachliegenden Industriefläche“. Das könne für die Gesamtentwicklung Stadthagens nur gut sein.

 Auch die Grünen stimmten letztlich ohne Zucken für das Vorhaben. Allerdings forderte Rolf Rösemeier-Tietjen „eine strenge Kontrolle der Vorgaben für den Lärm- und Schadstoffschutz“. Beim Betonbrechen und Asphaltmischen entstünden gemeinhin unter anderem Schwefeldioxid, Stickoxide und Benzol, „potenziell krebserregende Stoffe“. Auch beim „mit Blick auf das Paarungsverhalten der betroffenen Tierarten leider reichlich spät begonnenen Artenschutzprojekt“ müsse penibel Aufsicht geführt werden, verlangte der Grüne. Für die Verwaltung sicherte das Hellmann zu, alle Ratsfraktionen bekundeten, permanent einen Blick darauf behalten zu wollen.

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