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Asphalt-Mischwerk Stadt weist Widerspruch zurück
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20:57 29.04.2014
Vier Meter höher als ursprünglich geplant ist der Schornstein des Asphalt-Mischwerks. Quelle: rg
Stadthagen

Von Stefan Rothe. Wie Hellmann anschließend bei einem Pressetermin kundtat, bleibt die Verwaltung auch nach nochmaliger Prüfung bei ihrer ursprünglichen Haltung, die Einlagerung zu untersagen. Das betreffende Material, Aushub des Bodens vom Betriebsgelände, gefährde das Ziel der Rekultivierung der Halde. Diese sei aber zum Schutz des Grundwassers unabdingbar. Der Firma Ahrens steht nunmehr die Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen das Verbot durch die Stadt offen.

 Zudem erläuterte die Verwaltung, welche Punkte der „Freiwilligen Selbstverpflichtung“ die Betreiberfirma bereits eingelöst hat. So sei der Schornstein mit 38 Meter um vier Meter höher gebaut worden als die erforderliche Mindesthöhe vorsieht. So würden die austretenden Stoffe in eine weitere Umgebung verteilt, erläuterte Stefanie Schädel vom städtischen Bauamt. Des Weiteren sei die Mischanlage komplett eingehaust worden. Das führe zu einer erheblichen Verringerung der Lärm- und Staubemissionen. Desgleichen seien Filter installiert worden, die einen um die Hälfte geringeren Ausstoß von Partikeln, nämlich von höchstens zehn Milligramm pro Kubikmeter, garantieren. Nicht zuletzt sei am Rande des Betriebsgeländes ein drei Meter hoher Lärm- und Staubschutzwall entlang der Straße Am Georgschacht aufgeschüttet worden.

 Hellmann wies darauf hin, dass die noch im Bau befindliche Anlage noch nicht vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt abgenommen worden sei. Nach seinen Informationen habe die Firma dafür bisher auch noch keinen Antrag gestellt.

 Aus Sicht der Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphalt-Mischwerk“ (BI) ist es enttäuschend gewesen, dass kein Repräsentant der Firma Ahrens zur Sitzung erschienen sei, kritisierte BI-Vize Oliver Theiß. „Die haben gekniffen“, war während der Pressekonferenz aus den Reihen der BI-Vertreter im Beirat zu vernehmen.