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Scheune in Hülshagen brennt nieder

Hülshagen / Feuerwehreinsatz Scheune in Hülshagen brennt nieder

Zweites Feuer in Schaumburg binnen 32 Stunden: Am späten Dienstagabend ist die Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebes in Hülshagen niedergebrannt. Die 120 alarmierten Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, ein Übergreifen der Flammen auf das angeschlossene Wohnhaus zu verhindern. Verletzt wurde niemand. Der Schaden beträgt etwa 100 000 Euro.

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Die Freiwillige Feuerwehr löscht den Scheunen-Brand in Hülshagen von der Hubrettungsbühne aus.

Quelle: aw

Hülshagen. Es war kurz nach 22.30 Uhr, als Nachbarn des Hauses an der Hauptstraße die Flammen entdeckten. Sofort rannten sie hinüber und klingelten die Bewohner – ein Ehepaar im Rentenalter – aus ihrem Haus. Da stand die Scheune bereits in Flammen. Es rückten die Feuerwehren der Samtgemeinde Niedernwöhren, der Stadt Stadthagen und Bückeburg mit Hubrettungsbühne sowie zehn weiteren Tanklöschfahrzeugen aus. Außerdem waren auch die Polizei und ein Rettungswagen im Einsatz.
Als die Helfer eintrafen, stand bereits der Zwischenbau, der die Scheune mit dem Wohnhaus verbindet, in Flammen. Auf dem dortigen Dachboden lagerte Heu. Nach den ersten Löschangriffen deckten die freiwilligen Helfer das Dach ab und warfen das Heu hinunter. Mit der sogenannten Riegelstellung verhinderten die Einsatzkräfte das Übergreifen der Flammen. Dabei unterbanden sie mit Mengen an Löschwasser den Funkenflug und die Wärmeübertragung.

Ehepaar kommt bei Nachbarn unter
Kurz nach Mitternacht hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Das Ehepaar war bei Nachbarn untergekommen. Dort wurden auch die Helfer mit Kaffee und Gebäck versorgt. Noch bis gestern Morgen hielten Kameraden Brandwache. Es war nicht auszuschließen, dass sich in dem Gebälk noch Brandnester befinden.
Den Nachbarn der Unglücksstelle stand der Schrecken am nächsten Morgen noch ins Gesicht geschrieben. „Ich habe die ganze Nacht kein Auge zu gemacht“, sagt die Nachbarin, die das Ehepaar aufgenommen hat. Und die Aufregung ging gleich weiter: Mittwochmittag fuhr die Kriminalpolizei vor – mit einem Brandmittelspürhund im Kofferraum. Basko durchschnüffelte die Brandruine, in der unter anderem landwirtschaftliche Geräte untergebracht waren. Und: Der Schäferhund schlug an.
Doch dort, wo er angeschlagen hatte, stand vor dem Brand ein Benzinkanister, sagte der Hauseigentümer. Wie auch beim Brand am Montag an der Straße St. Annen in Stadthagen sucht die Polizei weiter die Brandursache. Ein technischer Defekt sowie fahrlässige und vorsätzliche Brandstiftung sind möglich.
Am Donnerstag untersucht nach Polizeiangaben ein unabhängiger Sachverständiger die Brandstelle in Stadthagen. Ob er auch die in Hülshagen unter die Lupe nimmt, sei offen. „Das hängt vom Terminplan ab“, sagt Polizeipressesprecher Axel Bergmann.
Nach den beiden zeitnah aufeinanderfolgenden Bränden fühlen sich zahlreiche Schaumburger an die Brandserie im vergangenen Jahr erinnert. Eines der Feuer war Luftlinie 50 Meter vom Scheunenbrand in Hülshagen entfernt. Auch damals brannte eine Scheune.
„Mir schwant Böses“, schrieb ein Schaumburger den SN via Facebook. Eine Frau kommentierte die Meldung des Feuers bei Facebook mit „Hoffentlich geht das nicht wieder von vorne los mit den ewigen Bränden“. „Das ist bestimmt kein Zufall“, schrieb ein anderer Nutzer des sozialen Netzwerkes.

„Es gibt keinen Anfangsverdacht“
Am 30. August dieses Jahres wurde der damals mutmaßliche Brandstifter (19) von der 1. Großen Jugendkammer am Bückeburger Landgericht aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Bereits Wochen zuvor war der Stadthäger aus der Untersuchungshaft entlassen worden, da kein dringender Tatverdacht mehr bestanden hatte.
Zu möglichen Verbindungen zur Brandserie 2012 wollte sich weder die Polizei in Stadthagen noch die Staatsanwaltschaft äußern. „Erst einmal muss die jeweilige Brandursache ermittelt werden“, sagte André Lüth, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Bückeburg auf Anfrage. „Es gibt keinen Anfangsverdacht.“ vin

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