Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 11 ° Sprühregen

Navigation:
Schwelbrand in Scheune

Stadthagen / Schweinestall ausgebrannt Schwelbrand in Scheune

Noch nicht einmal 24 Stunden nach dem Feuer im Rottlokal der Jungen Bürger (wir berichteten) hat es in Stadthagen erneut gebrannt. Dieses Mal ist ein Schuppen an einem stillgelegten Schweinestall an der Lauenhäger Straße ausgebrannt. Und wieder war es Brandstiftung. Die Polizei in Stadthagen hat nun eine Ermittlungsgruppe gegründet.

Voriger Artikel
Rottlokal der Jungen Bürger brennt nieder
Nächster Artikel
Zwei Brände binnen zehn Stunden auf Stadtgebiet

Die Feuerwehr löscht das siebte Feuer innerhalb eines Monats.

Quelle: rg

Von Verena Insinger

Stadthagen. Heute vor genau einem Monat hat es in Stadthagen das erste Mal gebrannt. Seitdem verzeichnen Polizei und Feuerwehr sieben ungeklärte Brände. Auch die Polizei kommt nun nicht mehr darum herum, von einer Serie zu sprechen.

Ein Mitarbeiter einer benachbarten Firma entdeckte Dienstagmorgen, dass Qualm aus dem Schuppen aufsteigt. Sofort alarmierte er Feuerwehr und Polizei. Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Stadthagen hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Es handelte sich nach Angaben von Polizeipressesprecher Axel Bergmann um einen Schwelbrand. „Wir schließen einen technischen Defekt aus.“ Der Stall steht bereits genauso wie der Schweinezuchtbetrieb seit Langem leer. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere Tausend Euro.

Das Wort Brandserie wollte Bergmann zwar nicht in den Mund nehmen, dennoch sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung: „Wir gehen davon aus, dass ein Teil der Brände auf das Konto eines Täters gehen.“ Bis auf den Brand in Hülshagen am 17. September hat die Polizei bei allen Feuern Brandstiftung als Ursache ermittelt.

Die neu gegründete sechsköpfige Ermittlungsgruppe spezialisiert sich nun auf die mittlerweile sieben Feuer in und um Stadthagen. Dabei wird nach Angaben Bergmanns auch die ungeklärte Brandserie 2012 mit einbezogen. Damals hatte ein Unbekannter 16 Feuer in Stadthagen gelegt. Der damals mutmaßliche Täter wurde Ende August in allen Fällen freigesprochen. Fasst man die Feuer der beiden Jahre zusammen, beschäftigen derzeit 23 ungeklärte Brände die Beamten des Polizeikommissariats.

Entsprechend groß ist das mediale Interesse an den Feuern. Kamerateams gaben sich gestern bei der Polizei die Klinke in die Hand. Bergmann wurde nicht müde zu betonen, dass die Polizei derzeit keinen Verdächtigen hat. Dennoch werde in nächster Zeit die Streifentätigkeit im Innenstadtbereich erhöht.

Auf Anregung der Feuerwehr wird ein weiteres Mittel eingesetzt: Nachdem die Feuerwehrleute seit Jahren – für die Bevölkerung still – über ihre Funkmeldeempfänger von neuen Einsätzen unterrichtet werden, soll in Zukunft wieder die Sirene heulen. Dadurch versprechen sich Feuerwehr und Polizei, dass umgehend eine breite Öffentlichkeit über den Einsatz informiert ist. Bergmann: „Vielleicht schaut ja jemand sofort aus dem Fenster und beobachtet den Täter auf der Flucht.“

Bürgermeister lobt Einsatz der Feuerwehr

„Wir haben eine leistungsstarke Feuerwehr“, sagt Stadthagens Bürgermeister Bernd Hellmann. Ihr müsse im Zusammenhang mit der Serie ungeklärter Brände „allerhöchstes Lob“ ausgesprochen werden. „Die Einsatzkräfte sind mit hohem Engagement schnell und couragiert dabei.“ Derzeit steht das Stadtoberhaupt ständig mit der Polizei und der Feuerwehr im Austausch. „Die Beamten arbeiten mit Hochdruck an den Ermittlungen“, weiß Hellmann. Auch vonseiten der Verwaltung werde versucht, „das Beste zu geben“. Hellmann sicherte den Einsatzkräften schnelle und unbürokratische Hilfe bei Verbrauchsmaterialien zu. Außerdem werden die Helfer unterstützt, „wo es nur geht“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Brand in Rottlokal

Auf unserer Übersichtskarte von Stadthagen, sehen Sie die bisherigen Brände. mehr

Gartenhaus-Brand

Fotogalerien

Gibt es in Stadthagen erneut eine Brandstifter-Serie? Die Brände der letzten Tage in Bildern.