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„Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Stadthagen / Junge Bürger wollen Rottlokal wieder aufbauen „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Erst vor ein paar Wochen haben sie der von der Insolvenz bedrohten Schaumburger Privat-Brauerei ihre Solidarität gezeigt, nach dem Feuer in ihrem Rottlokal sind die Jungen Bürger nun auf die Unterstützung aus der Bürgerschaft angewiesen. Und die ist riesig.

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Chris Blaume (links), Hauptmann der Jungen Bürger, und Rottbruder Dennis Wegener können kaum glauben, dass im Hintergrund in diesem Augenblick ihr Rottlokal abbrennt. 

Quelle: rg

Von Verena Insinger

Stadthagen. Chris Blaume, Hauptmann der Jungen Bürger, hat so langsam den Schock von Montagmittag verdaut. Dennoch sind ihm die Ereignisse noch anzusehen. Das Feuer zerstörte das ganze Hab und Gut der Kameradschaft: selbst gemachte Schnitzereien, Flaggen, Fotocollagen, Bierzeltgarnituren und natürlich die Hauswand mit den Jahreszahlen der Schützenfeste. Erinnerungsstücke aus der mehr als 20-jährigen Geschichte des Rottlokals an der Krebshäger Straße sind für immer den Flammen zum Opfer gefallen.

Bitter für die Jungen Bürger: Sie gelten noch nicht als eingetragener Verein, somit waren Mobiliar und Co. nicht versichert. „Allein im vergangenen Jahr haben wir 20 neue Bierzeltgarnituren gekauft. Das macht 2000 Euro. Hinzu kommen 20 ältere Garnituren, die dort untergestellt waren“, bilanziert der 26-Jährige. Insgesamt gehen die Kameraden von einem Sachschaden in Höhe von bis zu 8000 Euro aus. Gar nicht zu sprechen von dem ideellen Verlust.

Dennoch sei nun erst einmal wichtig, dass die Familie Roy, Inhaberin des abgebrannten Gebäudes, ihr Geld von der Versicherung bekommt. Blaume ist sprachlos ob der Solidarität in der Bevölkerung. „Mein Telefon steht kaum noch still. Viele rufen an und sprechen uns aufbauende Worte zu.“ Auch finanzielle sowie tatkräftige Hilfe wurde den Jungen Bürgern schon zugesagt. Bereits Montagabend hatten einige Bürger die Idee, ein Spendenkonto einzurichten. Auch Bürgermeister Bernd Hellmann hat der Kameradschaft seine Unterstützung zugesagt.

Dennoch bittet der Hauptmann um mehrere Tage, in denen die Jungen Bürger die Lage sondieren und sich Gedanken um die Zukunft machen. „Wir wollen nicht, dass Leute spenden, ohne zu wissen wofür“, sagt Blaume. Sobald sich die Jungen Bürger gesammelt haben, nehmen sie die Hilfen gerne an.

Eines steht allerdings schon heute fest: Auch 2014 feiern die Jungen Bürger wieder auf dem Gelände der Familie Roy. „Sie haben uns sofort angeboten, das Fest bei ihnen auszurichten. Darüber sind wir sehr dankbar.“ Ob das Rottlokal wieder aufgebaut wird, oder sich die Jungen Bürger ein Zelt kaufen müssen, sei noch völlig offen.

In einer Stellungnahme auf der Internetseite der Jungen Bürger richtet er sich an die Öffentlichkeit: „Eines ist gewiss: Wir lassen uns nicht unterkriegen! Wir werden weiterhin voller Freude und Tatendrang am historischen Schützenfest teilnehmen, gemeinsam, als Junge Bürger! Diese Gemeinschaft repräsentiert die Zukunft des Stadthäger Schützenfestes und dies wird niemals untergehen!“ 

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