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Zwei Brände binnen zehn Stunden auf Stadtgebiet

Stadthagen / Achtes Feuer in einem Monat Zwei Brände binnen zehn Stunden auf Stadtgebiet

Noch nicht einmal 30 Stunden nach dem Feuer im Rottlokal der Jungen Bürger hat es in Stadthagen erneut zweimal gebrannt. Am Dienstagmorgen rückte die Feuerwehr Stadthagen zu einem Schwelbrand in einem Stall an der Lauenhäger Straße aus.

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Die Laube im Schrebergarten an der Hagenstraße steht gestern Nachmittag lichterloh in Flammen. Es ist der zweite Brand an diesem Tag.

Quelle: pr.

Von Verena Insinger

Stadthagen. Zehn Stunden später wurden sie zum Schrebergarten an der Hagenstraße in der Innenstadt alarmiert. Eine großzügige Laube stand komplett in Flammen. Unweit eines Tatortes der Brandserie 2012 und auf dem Gelände, auf dem das Rosen-Rott alljährlich sein Festzelt aufschlägt.

Um 17.05 Uhr ging der Notruf bei der Kreisleitstelle ein. Eine Fußgängerin hatte Flammen aus der Laube schlagen sehen. Die Ortsfeuerwehr Stadthagen rückte mit etwa 50 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen aus. Sofort schafften sie Gasflaschen aus der Hütte und kühlten sie im Garten.

Die Rauchsäule war von Weitem zu sehen. Die Laube aus Holz hatte den Flammen guten Nährboden geboten. Als die Helfer eintrafen, standen bereits zahlreiche Bürger auf dem Wall und beobachteten das Geschehen – ungläubig, dass es an diesem Tag bereits zum zweiten Mal auf Stadtgebiet brennt.

Nach einer guten Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Die Laube war nicht mehr zu retten. Pächter und Nachbarn im Schrebergarten standen vor der schweren Aufgabe, dem 84-jährigen Besitzer die traurige Nachricht zu überbringen, dass soeben seine Laube abgebrannt ist.

Für einige der Helfer war es Dienstagnachmittag bereits der dritte Einsatz in knapp 30 Stunden. Auch sie hatten für das neuerliche Feuer nur ein Kopfschütteln übrig. Am Mittwoch, 16. Oktober, vor genau einem Monat hat es in Stadthagen das erste Mal gebrannt. Seitdem verzeichnen Polizei und Feuerwehr acht ungeklärte Brände. Auch die Polizei kommt nun nicht mehr darum herum, von einer Serie zu sprechen.

Das Wort Brandserie wollte Polizeisprecher Axel Bergmann zwar nicht in den Mund nehmen, dennoch sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung: „Wir gehen davon aus, dass ein Teil der Brände auf das Konto eines Täters gehen.“ Die neu gegründete sechsköpfige Ermittlungsgruppe spezialisiert sich nun auf die mittlerweile acht Feuer in und um Stadthagen. Dabei wird nach Angaben Bergmanns auch die ungeklärte Brandserie 2012 einbezogen. Damals hatte ein Unbekannter 16 Feuer in Stadthagen gelegt. Der damals mutmaßliche Täter wurde Ende August in allen Fällen freigesprochen. Fasst man die Feuer der beiden Jahre zusammen, beschäftigen derzeit 24 ungeklärte Brände die Beamten des Polizeikommissariats.

Entsprechend groß ist das mediale Interesse an den Feuern. Kamerateams gaben sich am Dienstag bei der Polizei die Klinke in die Hand. Bergmann wurde nicht müde zu betonen, dass die Polizei derzeit keinen Verdächtigen hat. Dennoch werde in nächster Zeit die Streifentätigkeit im Innenstadtbereich erhöht.

Auf Anregung der Feuerwehr wird ein weiteres Mittel eingesetzt: Nachdem die Feuerwehrleute seit Jahren – für die Bevölkerung still – über ihre Funkmeldeempfänger von neuen Einsätzen unterrichtet werden, soll in Zukunft wieder die Sirene heulen. Dadurch versprechen sich Feuerwehr und Polizei, dass umgehend eine breite Öffentlichkeit über den Einsatz informiert ist. Bergmann: „Vielleicht schaut ja jemand sofort aus dem Fenster und beobachtet den Täter auf der Flucht.“

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