Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
A Mords-Gaudi

Landkreis / Oktoberfest A Mords-Gaudi

Wenn auch im hohen Norden die bajuwarische Lebensfreude hochgehalten wird, dann ist Oktoberfest. In der Stadthäger Festhalle dreht sich vom 18. bis 20. Oktober alles um Bier, Weißwurst und Brezeln.

Voriger Artikel
Festbier für 40 Badewannen
Nächster Artikel
Erst Chaos, dann Deko-Paradies

Der Oktoberfest-Knigge

Beim Feiern auf bayerische Art sollten die Gäste gewissen Spielregeln folgen. Jedenfalls entsteht dieser Eindruck beim Surfen im Internet. Zahlreiche Seiten beschäftigen sich mit dem Wiesn-Knigge. Eine Benimmregel-Auswahl:
Ein gscheites Mannsbild trinkt sechs Maß Bier.
Die Wiesn-Kellnerin ist eine Respektsperson, der man sich stets ehrfürchtig nähert. Absolut tabu ist es, ihr in den Ausschnitt zu fassen, dann setzt es eine Watschn.
Yorkshire-Terrier sind eher weniger geeignete Accessoires beim Oktoberfest, zu groß ist die Gefahr, dass sie im Maßkrug ertrinken.
Dem Tischnachbarn sind alle Sünden zu vergeben, auch wenn er einen anrempelt, vom eigenen Hendl isst und der eigenen Frau schöne Augen macht – er ist nicht bei Sinnen. Auf der Bierbank gilt: Zusammenrücken, anstoßen, miteinander feiern.
Von der Fahrt im Kettenkarussell oder anderen schwindelerregenden Fahrgeschäften (Achtung! Es ist Krammarkt!) sollten bierselige Festbesucher nach der Party lieber Abstand nehmen.
Egal ob eine oder mehrere Maß Bier – generell gilt: Das Auto stehen lassen und den Taxifahrern einen arbeitsreichen Abend bescheren. kcg

Die Krachlederne

Wer ein echtes Mannsbild sein will, geht in Lederhose feiern – auch wenn es nicht unbedingt die original handgefertigte Krachlederne aus sämischem Hirschleder sein muss. Dennoch: Lederhose ist nicht gleich Lederhose, Hosenlatz und Hosenträger gehören unbedingt zum stilechten Oktoberfest-Outfit dazu. Bei Letztgenannten wird in „Stegträger“ (H-Form) und „Zopfträger“ (V-Form) unterschieden.
Längenmäßig ist alles erlaubt, von der kurzen Ledernen bis zur Kniebundhose, von kälteempfindlichen Herren gern kombiniert mit „Wadl-wärmern“, also wollenen Strümpfen, die bis über Kniehöhe gezogen werden. Untenrum tragen die Mannsbilder traditionell seitlich geschnürte Haferlschuhe. Kariertes Trachtenhemd mit Weste oder Joppe runden den Wiesn-Chic ab. kcg

Der Katzenjammer danach

So herrlich die Party, so schrecklich der Morgen danach: So mancher Oktoberfest-Fan muss die Bierseligkeit des Vorabends beim morgendlichen Aufwachen bitter bereuen. Stechende Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind Kennzeichen eines ausgewachsenen Katers.
Der Brummschädel kann am besten mit reichlich Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und einem sauer-salzigen und wasserreichen Kater-Frühstück bekämpft werden. Weit empfehlenswerter als Kopfschmerzmittel sind dabei ein herzhafter Sauerkrauteintopf, Bratheringe, Salzgebäck und saure Gurken. Das darin enthaltene Salz hilft, den Mineralhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Und ein Spaziergang an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung.
Wer dem Katzenjammer am Morgen danach so wenig Chancen wie möglich geben will, kann sich schon am Partyabend an eine Faustregel halten: „Auf jedes alkoholische Getränk folgt ein Glas Mineralwasser.“ Das reduziert die Alkoholaufnahme, und der Körper trocknet nicht aus. Zwischendurch sind mineralstoffreiche Snacks wie Nüsse, Käsehappen, Leberwurstbrötchen oder eine kräftige Suppe empfehlenswert, die den vom Alkohol ausgeschwemmten Mineralstoffspeicher wieder auffüllen. Experten warnen davor, Alkohol auf leeren Magen zu trinken. Leberkäse und Weißwürste sind eine prima Grundlage.
Übrigens: Der Mangel an Wasser und Mineralstoffen ist Hauptverursacher der Kopfschmerzen. Auch Sauerstoffmangel in vollen Räumen kann einen heftigen Kater fördern. kcg

Die Musik

Gut geölt – so sollten die Kehlen der Festbesucher sein, schließlich müssen die Stimmbänder zur Musik der „Wilden Buben“ Höchstleistung bringen. „Mitsingen“ lautet die Devise am Oktoberfest-Freitag und -Sonnabend. Wer nicht als Spaßbremse dastehen will, sollte also noch schnell die Texte einschlägiger Stimmungslieder vom „Holzmichel“ bis zum „Anton aus Tirol“ auswendig lernen. Was die Kapelle aber am meisten singt und bläst, das ist „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, zu dem im Publikum die Maßkrüge in die Luft gestemmt werden. kcg

Das Bier

Kein Oktoberfest ohne Festbier. In Stadthagen werden die Maßkrüge nach dem Fass-Anstich am Freitag mit bernsteinfarbenem Spezialbier der Schaumburger Privat-Brauerei gefüllt. Der Gerstensaft hat bereits beim Wiesn-Pendant im vergangenen Jahr seine erfolgreiche Premiere gefeiert und soll aromatischer als Pilsener und Feinherbes der Schaumburger Brauerei sein. Braumeister Enno Diedrich schwärmt vom milden und vollmundigen Geschmack „mit einer Note Hopfen“.
100 Hektoliter Festbier sind eigens fürs Stadthäger Oktoberfest gebraut und vier bis sechs Wochen gelagert worden. Es hat mit 5,3 Prozent einen etwas höheren Alkoholgehalt als das Schaumburger Pils. kcg

Das Madl

Fesche Madln tragen Tracht. Beim Oktoberfest sollte die Schaumburger Tracht allerdings lieber im Schrank bleiben, bayerische Dirndl sind angesagt. Die gibt es mittlerweile in allen Formen und Farben. Traditionell besteht das Dirndl aus Rock – egal ob kurz, mittel oder lang –{FSPACE}mit Halbschürze, Mieder und Bluse.
„Obacht“ sollten Dirndl-Trägerinnen beim Binden der Schürzen-Schleife geben: Ist die Schleife rechts gebunden, ist „Frau“ verheiratet, die Schleife links signalisiert: „Ich bin zu haben“. Ein Mädchen, das die Schleife vorne zugebunden hat, vermittelt der Tradition gemäß, dass sie noch jungfräulich ist. Und Witwen binden die Schleife traditionell am Rücken zusammen.
Und Frauen in Lederhosen? Sind ausdrücklich erlaubt. Wer also lieber in die Krachlederne schlüpft als ins Kleid, verstößt nicht gegen den Wiesn-Dresscode. In kalten Nächten halten Strumpfhosen und dicke Kniestrümpfe die Beine schön warm. kcg

Das Programm

Freitag, 18. Oktober
19 Uhr Einlass
20.30 Uhr Begrüßung
und Fassanstich
ab 21 Uhr Musik mit der Band „Die Wilden Buben“
Sonnabend, 19. Oktober
19 Uhr Einlass
ab 20 Uhr Musik mit der Band „Die Wilden Buben“
Sonntag, 20. Oktober
11 Uhr bayerische Brotzeit mit Blasmusik und Trachtentanz
16 Uhr Musik von der Band „Die Alpenrosen“
Tickets für den Auftakt des Wiesn-Wochenendes am Freitag gibt es für 15 Euro in der Geschäftsstelle der Schaumburger Nachrichten, Vornhäger Straße 44, sowie im La Piazzetta, im Mittendrin, im Bistro37, im Markt16, im Ratskeller und im Tropicana. Die Party am Sonnabend ist bereits ausverkauft. Am Sonntag ist der Eintritt frei. kcg

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Einlass

ab 19 Uhr

Beginn

ab 20 Uhr

Oktoberfest 2014 - Film

Oktoberfest auf Facebook