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Brauerei: Lage weiter offen

Stadthagen / Hoffnung auf kurzfristige Übernahme zerschlagen Brauerei: Lage weiter offen

Die Zukunft der Schaumburger Privat-Brauerei ist weiter offen. Hoffnungen auf eine kurzfristige Übernahme durch einen Kaufinteressenten, mit dem ein Abschluss schon kurz bevorstand, haben sich zerschlagen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Sascha Bibiha zeigt sich aber trotzdem zuversichtlich. Denn drei neue ernsthafte Kaufinteressenten seien auf den Plan getreten.

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Die Verhandlungen für die Brauerei dauern an.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Der bisherige Hauptinteressent habe im Herbst „richtig Hoffnungen geschürt“, berichtete Bibiha am Freitag auf Anfrage. In die Vorbereitungen eines Kaufvertrages sei „viel Zeit investiert worden“. Doch seitdem „stagniert die Sache, ich habe nichts Konkretes vorliegen“.
Über die Gründe der Zurückhaltung könne er nur spekulieren, sagte der Insolvenzverwalter. Möglicherweise wolle der potenzielle Investor das traditionell schlechte Wintergeschäft vermeiden „und sagt dann im Frühjahr aber zu“. Allerdings sei die Befürchtung nicht ganz ausgeschlossen, „dass die dann doch sagen, sie wollen gar nicht“, fügte der Mindener Rechtsanwalt hinzu.
In der Zwischenzeit hätten sich drei weitere Kaufinteressenten gemeldet, schilderte Bibiha. Dabei handele es sich um zwei Brauereien und um einen strategischen Investor. Alle hätten Interesse an der Übernahme von Immobilie, Mitarbeitern, Marke und Vertriebsrechten bekundet. Erste Sondierungsgespräche seien in allen Fällen bereits geführt worden.
Das Übernahmekonzept sei in allen drei Fällen ähnlich, ließ der Insolvenzexperte durchblicken. Die Produktion der Marke Schaumburger Bier in ihren verschiedenen Ausprägungen solle fortgeführt werden. „Die Interessenten wissen, dass dies ein gesichertes Grundvolumen mit sich bringt, weil der regionale Markt funktioniert.“
Darüber hinaus sei wohl jeweils an die Herstellung von kleinen Mengen an Trend-Bieren anderer Marken gedacht. Der Standort St. Annen mit seiner relativ kleinen Anlage bietet nach Darstellung von Bibiha die Chance, gerade kleine Mengen kostengünstig zu produzieren. Der Markt an Trend-Bieren werde stetig größer. „Mit einem passenden Standort wie St. Annen sind da also durchaus Gewinnmargen drin“, erläuterte der Insolvenzverwalter.
Bibiha betonte aber, ob die Verhandlungen mit einem der drei neuen Kaufinteressenten zu einem Abschluss kommen werden, sei derzeit noch völlig offen.
Produktion und Vetrieb laufen aber uneingeschränkt weiter, berichtete der Insolvenzverwalter: „Meine Planung ist jetzt erstmal vorläufig bis Juni kommenden Jahres ausgerichtet.“ Derzeit werde sogar mehr verkauft als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres, unterstrich Bibiha.
Nach wie vor hege er die Hoffnung, „dass wir im ersten Quartal 2014 zu einem Kaufabschluss kommen“, so der Verwalter. Die aktuelle Lage „ist zwar nicht so schön wie man sie sich zu Weihnachten gewünscht hätte“. Bibiha weiter: „Es ist aber auch keine Situation, die mir Schrecken in die Knochen jagt.“ ssr

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