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Stadthagen / 5000 Vorschläge Flasche leer

Schneller als gedacht sind die 30 000 Flachen des „Biers ohne Namen“ der Schaumburger Privat-Brauerei verkauft worden.

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Das "Bier ohne Namen" kommt gut an.

Quelle: pr.

Von Benjamin Schrader

Stadthagen. Die letzten Exemplare sind in den vergangenen Tagen abgesetzt worden. „Wir sind von der positiven Resonanz überrascht“, freut sich der Brauerei-Inhaber Friedrich-Wilhelm Lambrecht.

Doch nicht nur der Verkauf der insgesamt 30 000 Drittelliterflaschen in knapp drei Monaten sorgt bei Lambrecht und der Belegschaft der in Schieflage geratenen Brauerei für ein Hochgefühl. Auch die Zahl der Namensvorschläge sei beeindruckend gewesen. Die Privatbrauerei hatte Mitte Juni eine Aktion gestartet, um einen Namen für eine neue Biersorte zu finden „Wir haben mehr als 3000 Einsendungen mit knapp 5000 Namensvorschlägen bekommen. Den Rekord hält ein Teilnehmer, der uns zehn Postkarten geschickt hat“, so Lambrecht. Zudem seien unter den 5000 Vorschlägen „sehr viele kreative Ideen“.

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation sei auch ein weiterer Umstand bei den Brauerei-Mitarbeitern gut angekommen. „Viele Teilnehmer haben uns auch aufgemuntert, uns gesagt, dass wir weitermachen sollen und uns für unser Engagement sowie den Geschmack der neuen Biersorte gelobt“, erzählt Lambrecht.

Derzeit ist eine sechsköpfige Jury dabei, die Vorschläge zu sichten und zu bewerten. „Wir werden die Beiträge auf zehn Favoriten zuspitzen“, erläutert der Brauereichef das weitere Vorgehen. Anschließend werde jeder Vorschlag einzeln geprüft, ob es etwa markenrechtliche oder andere juristische Bedenken gibt.

„Dieser Schritt wird sicherlich der umfangreichste sein“, ist sich der Inhaber sicher. Ende Oktober wollen er und die anderen Verantwortlichen schließlich den Namen für die bisher namenlose Biersorte gefunden haben. Der Gewinner und drei Freunde bekommen Freibier von der Schaumburger Privat-Brauerei spendiert – ein Jahr lang zwei Kisten pro Woche.

Unterdessen laufen bereits die nächsten Schritte für die Vermarktung des neuen Mitglieds der Produktfamilien an. „Wir haben mittlerweile mehrere Tausend Liter eingebraut. Jetzt müssen diese nur noch nachreifen“, erklärt Lambrecht. Abgefüllt werden soll es dann in Drittelliterflaschen und in den Einzelhandel kommen.

„Wir wollen mit der neuen Sorte auch zeigen, was wir handwerklich so alles draufhaben und zugleich mithilfe dieser quasi Manufakturarbeiter vom Trend zu sogenannten Craft-Bieren profitieren.“ Von der neuen Biersorte verspricht sich der Brauerei-Chef zudem eine weitere Abgrenzung von den „Mainstream“-Bieren, wie es Lambrecht ausdrückt.

Bei einem erfolgreichen Start könne die neue Sorte dazu beitragen, dass die angeschlagene Brauerei in ruhigere Fahrwasser komme, wie der Inhaber betont.

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