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„Motivation ist hoch“

Stadthagen „Motivation ist hoch“

Unvermindert Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Insolvenz hat die Belegschaft der Schaumburger Privat-Brauerei. „Die Motivation ist nach wie vor sehr hoch“, berichtete Betriebsratsvorsitzender Fritz Sölter auf Anfrage.

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Quelle: Archiv/rg

Stadthagen. Die Brauerei befindet sich seit nunmehr zehn Monaten in Insolvenz und läuft durch Insolvenzverwalter Sascha Bibiha (Minden) im Weiterbetrieb.

 „Noch hat niemand gekündigt, im Gegenteil, alle setzen sich ein und kämpfen“, sagte Sölter, „wir haben alle die Hoffnung, dass es irgendwie weiter geht.“ Da es sich im Grundsatz „um einen gut funktionierenden Betrieb“ handele, sei weiter gut vorstellbar, dass sich ein Käufer finde, so der Betriebsratschef. Denkbar sei aus seiner Sicht aber auch, dass der vormalige Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Lambrecht das Ruder wieder übernehme.

 Die Belegschaft sei überzeugt davon, dass der Insolvenzverwalter „den Laden retten will“, unterstrich Sölter: „Die Belegschaft soll gehalten werden, sonst wäre die Sache doch schon längst abgewickelt.“ Da das Unternehmen aktuell schwarze Zahlen schreibe, „stehen die Zeichen momentan gut“, so Sölter: „Der Laden läuft.“

 Freilich stünden Veränderungen an, fügte der Arbeitnehmervertreter hinzu. Die Produktion müsse besser ausgelastet werden. Beim Vertrieb „sollten wir über die Kreisgrenzen hinaus blicken“. Sogar für Exporte ins Ausland gäbe es Anknüpfungspunkte. Diese Wege müssten beschritten werden.

 Insgesamt „wäre es schön“, wenn mal ein Ende der Hängepartie in Sicht wäre, beschrieb Sölter die Stimmung unter den Mitarbeitern. „Denn letztlich schwingt doch vor jeder fälligen Verlängerung des Weiterbetriebs um jeweils weitere drei Monate ein bisschen die Angst mit, es könnte das Aus kommen.“

 Vereinbart ist der Weiterbetrieb nach Auskunft von Bibiha über die Jahresmitte hinaus. Derzeit gebe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum „ein kräftiges Absatzplus“. Bibiha weiter: „Wir sind gut durch das Frühjahr gekommen.“ Die Signale für den Sommer seien positiv. So seien alle größeren Kunden, etwa was Veranstalter von Festivitäten wie Schützenfesten angehe, bei der Stange geblieben. „Der Betrieb funktioniert“, brachte Bibiha die aktuelle Lage aus seiner Sicht auf den Punkt.

 Der langanhaltende Weiterbetrieb sei kein Selbstzweck, hob der Insolvenzverwalter hervor. Es gehe vielmehr darum, das Unternehmen schrittweise zu verbessern. „Wir versuchen die Brauerei attraktiv für einen Übernehmer zu machen, und wenn wir dafür einige Zeit benötigen, dann ist das so“, sagte Bibiha: „Dabei setzt uns keiner unter Druck.“ Er habe „definitiv die Hoffnung, dass sich irgendwann ein Käufer findet“, machte Bibiha klar. ssr

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