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Schaumburger Brauerei Noch kein Käufer in Sicht
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18:24 02.02.2016
Die Schaumburger Privat-Brauerei wird seit Monaten vom Insolvenzverwalter „im Weiterbetrieb“ geführt – Flaschen laufen vom Band. Quelle: rg
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Von Stefan Rothe

Was nach Auskunft von Bibiha bislang dagegen einigermaßen gut läuft, ist der Weiterbetrieb der havarierten Brauerei.

Von ursprünglich drei regionalen Brauereien, die nachhaltig Kaufinteresse gezeigt haben, sind laut Bibiha noch zwei übrig. Eine sei abgesprungen, weil dieser letztlich die Lage des Standortes Stadthagen doch nicht ins eigene Vertriebskonzept gepasst habe. Auf der Matte stehe weiterhin ein strategischer Investor. Alle Interessenten seien am gesamten, in zwei Teile gespaltenen Unternehmen interessiert – also an Immobilie und Markenrechten sowie an Belegschaft und Vertrieb.

 Dass bislang noch keine Übernahme zustande gekommen ist, sieht Bibiha vor allem „im schwierigen Marktumfeld“ begründet. Der Absatz von Bier sei allgemein rückläufig. Die Branche erlebe etliche Insolvenzen, auch einige größere Brauereien seien angeschlagen. „Da gucken potenzielle Käufer dreimal so genau hin, bevor sie zu einer Entscheidung kommen.“

 Der Insolvenzverwalter hob hervor, dass Brauerei-Inhaber Friedrich-Wilhelm Lambrecht in den vielen Verhandlungen mit den Interessenten „eine sehr aktive Rolle“ spiele. „Er ist sehr bemüht, eine Lösung mit herbeizuführen.“

 Ziel ist es nach den Worten Bibihas weiterhin, zeitnah einen Investor zu finden. Dass das gelingen wird, darauf richtet der Insolvenzverwalter „begründete Hoffnung“. Denn: „Wir haben ein funktionierendes Unternehmen mit Entwicklungspotenzial.“ Letztgenanntes gelte gerade dann, wenn in die Produktpalette investiert würde.

Die insolvente Brauerei habe im Weiterbetrieb die für die Bierbranche schwierigen Wintermonate einigermaßen unbeschadet überstanden, berichtete Bibiha. „Wir haben in den dunklen Monaten eine schwarze Null geschrieben.“ Auf lange Sicht sei das freilich zu wenig. Um den Betrieb möglichst wirtschaftlich zu fahren, „sind mittlerweile alle Kostenbremsen gezogen“, berichtete er: „Da befinden wir uns bereits am Limit.“

 Die Mitarbeiterschaft sei hoch motiviert, fuhr der Insolvenzverwalter fort. Im Großen und Ganzen halte die Kundschaft „grandios zum Unternehmen“. Das gelte auch für die hiesigen Getränkehändler. Alle Beteiligten hofften, dass das anhalte.

 Eine Schwierigkeit stelle dabei der immer härtere Wettbewerb dar, führte Bibiha weiter aus. Gerade sehr große Anbieter seien „mit tiefsten Discounter-Preisen im Markt unterwegs“. Das gelte speziell für Brauereien, die vom jüngsten Urteil des Kartellamtes betroffen waren. „Wir können da von unserer Struktur her nicht mit irgendwelchen Dumping-Preisen dagegen halten“, stellte er klar.

 Die Vereinbarung Bibihas mit Lambrecht zum Weiterbetrieb der Brauerei gilt vorläufig bis Ende Juni. Nach den Worten Bibihas besteht aber die Option zur Verlängerung. „Das Unternehmen über Juni hinaus überlebensfähig fortzuführen, wäre möglich“, stellte er klar.

Kaum Bewegung gibt es bei der havarierten Schaumburger Privat-Brauerei. Wie der vorläufige Insolvenz-Verwalter Sascha Bibiha auf Anfrage mitteilte, hat nach wie vor keiner der vier Kaufinteressenten – drei regionale Brauereien und ein strategischer Investor – ein konkretes Angebot vorgelegt.

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