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„Sie werden es auch in Zukunft schwer haben“

Stadthagen / Havarierte Brauerei „Sie werden es auch in Zukunft schwer haben“

Wie geht es weiter mit der Schaumburger Privat-Brauerei? Diese Frage stellen sich Beschäftigte und Fans des Stadthäger Unternehmens seit mittlerweile fast einem dreiviertel Jahr – und noch immer gibt es keine Antwort (wir berichteten). Diese Situation ist jedoch auch für den Biermarkt insgesamt nicht untypisch, wie ein Blick auf die Brauereilandschaft im Bund zeigt.

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Nicht nur die Schaumburger Privat-Brauerei hat unter der gegenwärtigen „Konsolidierung“ in der Branche zu leiden.

Quelle: rg

Von Axel Wagner. „Wir sehen schon seit Jahren, dass der Markt von einem hohen Niveau ausgehend kleiner wird“, sagt Marc-Oliver Huhnholz, Pressesprecher des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), im Gespräch mit unserer Zeitung. 1349 Braustätten gibt es nach DBB-Angaben in der Bundesrepublik, angefangen von sogenannten „Kleinstbrauereien“ –beispielsweise in der Gastronomie – bis hin zu den bekannten nationalen und internationalen Bierproduzenten. Im mittleren Segment der Branche, so Huhnholz, finde derzeit eine Konsolidierung statt. Das heißt: Brauereien schließen sich zusammen, werden übernommen oder verschwinden schlicht vom Markt. Zwar ist die Zahl der Insolvenzen bei Brauereien insgesamt in den vergangenen Jahren zurückgegangen – Kleinstbetriebe konnten Huhnholz zufolge sogar zulegen –, aber mittelständische Unternehmen sind nach wie vor stark betroffen.

 Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen hat sich der Wettbewerb auch angesichts des zurückgehenden Bierkonsums enorm verschärft. Großbrauereien sind hierbei allerdings im Vorteil, da sie besser auf die Anforderungen des Marktes reagieren können und mehr Marketingmöglichkeiten haben als ihre kleineren Konkurrenten.

 Zum anderen spielt nach Ansicht des DBB auch der Wettbewerb im Einzelhandel eine Rolle für die Brauereien. Supermärkte und Getränkehändler seien, so Huhnholz, ständig darum bemüht, Kunden mit immer günstigeren Angeboten in ihre Filialen zu locken. Das drücke auch auf die Einnahmen der Brauereien, und auch in diesem Fall seien gerade die mittelständischen Unternehmen betroffen, da diese, anders als Kleinstbrauereien, im Supermarkt-Wettbewerb mit den „Großen“ bestehen müssen. Für sie sieht Huhnholz auch keine Besserung: „Die hatten es in den letzten Jahren schwerer, und sie werden es auch in Zukunft schwer haben.“

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