Beckedorf (svb). Gemeinsam mit der Gemeinde bekannte auch Nisch seine Sünden des vergangenen Jahres. Diesbezüglich stellte der Geistliche die Frage, ob folgende Aussage Christi wahr sei: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Selbstverständlich sei niemand gerne schwach, erklärte er. Jeder suche sich automatisch einen Platz aus, an dem er stark und sicher sein, wo er sich behaupten könne. Deshalb sei es überaus mutig, sich bewusst auf den Platz des Schwachen zu stellen, indem man seine Sünden vor Gott bekennt. „Trotzdem sind wir lieber selber stark“, sagte Nisch.
Wer es aber schaffe, das alte Jahr abzuschließen, bekomme „Gottes Kraft“ als Zusage für das Jahr 2012. „Wir brauchen wegen unserer Schwäche nicht verzagen, denn nur dann kann Gott stark in uns werden“, meinte der Beckedorfer Seelsorger. Deshalb sei der Satz Christi wahr, führte der Pfarrer seinen Gedanken zu Ende.
Was das neue Jahr bringe, wisse keiner. Alles sei ungewiss. Nisch hoffte für alle, „dass wir nicht so oft an unsere Grenzen stoßen und nicht in unsere Probleme zurückfallen“.
Am Ende des Gottesdienstes hatte jedes Gemeindemitglied die Möglichkeit, vor dem Weihnachtsbaum im Altarraum eine Kerze für einen Neujahrswunsch oder einen verstorbenen, geliebten Menschen zu entzünden.
In diesem Zusammenhang betete Nisch mit den Anwesenden für ein kürzlich verstorbenes, sehr junges Gemeindemitglied. Außerdem erhielten viele Gläubige den persönlichen Segen ihres Pfarrers, der seinen Schützligen am Taufbecken die Hände auflegte.
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