Beckedorf (gus). Vorgesehen war beispielsweise, die Jahresbeiträge für Erwachsene Tennisspieler von 102 auf 140 Euro anzuheben. Werner Westerkowsky wandte allerdings ein, dass dies eine Erhöhung für weibliche Mitglieder um gut drei Euro pro Monat wäre. Für die Männer, die bisher zusätzlich auch 31 Euro für das Arbeiten an der Tennisanlage bezahlten, wäre die Anhebung marginal, denn das „Arbeitsgeld“ soll künftig wegfallen.
Vorsitzender Siegfried Böttcher und weitere Vorstandsmitglieder verteidigten den Plan, zumal es vor allem die Männer seien, die auch tatsächlich für den guten Zustand der Tennisplätze sorgen. Und die Sparte brauche Rücklagen. Der Haushalt 2011 schloss nur mit einem Überschuss von 230 Euro statt wie vorgesehen mit 675 Euro ab.
Die erste Beitragsanpassung seit 1999 würde den Etat um etwa 1300 Euro auf der Einnahmeseite vergrößern. Böttcher wies auf zu erwartende Investitionen an der eigenen Anlage hin, die nicht der Hauptverein zahlen könne. Zudem steigen die Heiz- und Stromkosten. Dennoch soll zunächst ein Rundschreiben an alle Mitglieder geschickt werden, um Meinungen zum Thema einzuholen, bevor über die künftige Höhe der Beiträge beschlossen wird.
Von der Kassenlage abgesehen, geht es der BSV-Tennissparte blendend. Angesichts des sportlichen Erfolgs in 2011 fiel es kaum ins Gewicht, dass die Hobbymannschaft aus der ersten Schaumburger Spielserie nachträglich gestrichen wurde. Das Team hatte die neue Liga dominiert, allerdings störten sich einige Akteure daran, dass der erst 38-jährige Björn Köller an drei der Partien teilgenommen hatte.
Bedingungen zur Teilnahme waren, dass die Akteure 60 Jahre oder älter sind und maximal seit einem Jahr Tennis spielen. Letztgenanntes Kriterium erfüllte auch Köller, und als die Mannschaft aus Beckedorf gemeldet wurde, waren alle Beteiligten mit dessen Teilnahme einverstanden. Doch am Schluss wurde Kritik laut. Für Böttcher unverständlich. Es gehe in der Liga um den Spaß am Spiel, diejenigen, die sich beschwerten, sollten in der regulären „Herren 60“-Runde spielen.
Die beste Mannschaft aus Beckedorf, die „Herren 55“, tritt nach ihrem Aufstieg in die Nordliga auch in Hamburg und Schleswig-Holstein an. Im Jugendbereich geht es ebenfalls aufwärts. Nach Worten Böttchers hat sich die neue Rangliste bewährt. Die dort geführten Spieler müssen regelmäßige Platzierungsspiele austragen.
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