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Beckedorf

Nur noch „Überbrückung“ in Beckedorf?


Eigentlich hat die Schließung der Grundschulaußenstelle Beckedorf bei der jüngsten Schulausschusssitzung der Samtgemeinde Lindhorst nicht auf der Tagesordnung gestanden. Die geplante Anschaffung einer Brandmeldeanlage für die Außenstelle brachte die Frage nach der Zukunft des Schulstandortes dann aber doch auch den Tisch.

Wie sieht es mit der Ausstattung der Grundschulaußenstelle Beckedorf aus: Der Schulausschuss nimmt die Mängel zusammen mit einigen Eltern unter die Lupe.

© kil

Beckedorf (kil). Der Zuspruch der Beckedorfer war an diesem Abend groß. Zur anfänglichen Besichtigung der Außenstelle kam ein Dutzend Eltern, bei den anschließenden Beratungen im Mehrzweckraum der Grundschule Lindhorst verdoppelte sich die Anzahl noch. „Angenehm überrascht“ reagierte Samtgemeindebürgermeister Andreas Günter auf den Zuspruch. Bereits im Vorfeld hatte Kämmerer Jens Schwedhelm deutlich gemacht, dass die Schließung der Außenstelle nicht Thema der Sitzung sein sollte (wir berichteten). Dass dies so manche Eltern dennoch irritierte, wurde auch bei der Schulbegehung deutlich. „Wir geben das sinkende Schiff nicht auf“, gab sich eine Mutter kämpferisch.

Bei den anschließenden Beratungen über den Haushalt sprach dann Schulleiter Hubert Sagel das Thema an. Den Anstoß bot die Anschaffung einer Brandmeldeanlage, die im Haushaltsplan mit 10000 Euro verankert werden sollte. Eine entsprechende Anlage war Jahrzehnte lang nicht installiert gewesen, wird aber vom Brandschutzgesetz gefordert.

Sagel stellte den Antrag, dass erst geklärt werden solle, ob der Schulstandort überhaupt bestehen bleibt, bevor eine solche Investition getätigt wird. Die Schule sei jahrelang ohne eine solche Anlage ausgekommen, so könne zur „Überbrückung“ doch erst ein Megafon reichen. Er stellte die Frage, ob der mangelhafte Brandschutz der Außenstelle nicht nur „einer von vielen Mängeln“ sei: die Qualität der Erziehung, die Arbeitsbedingungen, die schrumpfende Schülerzahl, der Schulhof – das alles seien weitere Defizite.

Kritik erntete der Schulleiter daraufhin von Ausschussmitglied Dieter Wall (SPD). „Für die restliche Zeit reicht eine Tröte?“ – Das könne der Schulleiter nicht entscheiden, kritisierte Wall den Vorschlag, eines Megafons zur Überbrückung.

Günter reagierte auf den Antrag damit, dass die Zukunft der Außenstelle nicht Thema der Sitzung sei, diese Diskussion halte er an dieser Stelle für falsch. Er machte deutlich: Die öffentliche Einrichtung müsse unabhängig von der Frage nach dem künftigen Bestehen der Schulstelle entsprechend ausgerüstet sein und damit auch die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen erfüllen. Sagels Antrag wurde mit Ausnahme von der Stimme des Schulleiters einstimmig abgelehnt, die Debatte damit beendet.

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