Heuerßen/Copiapo (gus). Nach der brütenden Hitze und Sandstürmen (wir berichteten) behinderten Regen und Schnee die Andenüberquerung, die die Fahrer und ihre Betreuer hinüber nach Chile führen sollte. Die Freitags-Etappe wurde gestrichen. Immerhin warten auf die Fahrer in Copiapo, wo das Rennen am Sonnabend fortgesetzt wird, moderatere Temperaturen. 25 bis 27 Grad sollen in der Stadt, die in der chilenischen Atacamawüste liegt, herrschen.
Sportlich hat das MAN-Team während der 5. Etappe Dramatisches erlebt. Der bisher Beste des Teams, Marcel van Vliet, blieb in einer Sanddüne stecken, wie Thomas in seinem Weblog berichtet. Stundenlang dauerte die Bergung, Pilot und Crew schwankten, ob sie das Rennen fortsetzen sollten. In der Gesamtwertung taucht van Vliets Truck zwar nicht mehr auf.
Doch nach eigenen Angaben ist der Niederländer noch dabei. Über seinen Twitter-Kanal verbreitete van Vliet, er habe die 5. Etappe im maximalen Zeitlimit beendet. Heißestes MAN-Eisen im Feuer ist nun der von technischen Problemen geplagte Franz Echter auf Platz acht, mit gut 53 Minuten Rückstand zum Gesamtführenden Gerard de Rooy (Iveco). Dessen Teamkollege Hans Stacey hat 4:21 Minuten Rückstand auf Platz zwei, Dritter ist der nächste Iveco-Pilot, Miki Biasion, 4:25 Minuten zurück.
Auf Tuchfühlung zu diesem Trio befindet sich der Tscheche Andres Loprais (Tatra) mit 13:11 Minuten Abstand auf den Spitzenreiter. Der Seidenstraßen-Rallye-Gewinenr hat somit noch intakte Chancen, einen Total-Triumph von Iveco zu verhindern. Das Team ist derzeit das Maß aller Dinge.
Auch fachlich geht es für MAN-Betreuer Thomas hoch her. Mehrfach musste er die Crew-Mitglieder bereits verarzten. Einer der Fahrer bemerkte Blut in seinem Urin, per Ultraschall gab es aber Entwarnung. „Nur“ eine Dehydrierung habe dies verursacht. Der Pilot habe bei der extremen Hitze schlicht zu wenig getrunken.Der wetterbedingte Ruhetag am Freitag kam für die MAN-Recken wie gerufen.
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