Heuerßen/Copiapo (gus). Den Ruhetag am Sonntag verbrachte der Dakar-Tross im chilenischen Copiapo. Um diese Stadt herum war tags zuvor die 8. Etappe ausgetragen worden. Bei der Einreise nach Chile erlebten die Dakar-Teilnehmer „das übliche Geldtauschdrama“, schreibt Thomas in seinem Blog auf http://paris-dakar-rallye.over-blog.de. Eine lange Schlange habe sich vor der einzigen Wechselstube in Copiapo gebildet.
Irgendwann sei dem Kassierer das Geld ausgegangen, und er habe die Stube dicht gemacht. Doch die Teams benötigten dringend Bargeld, beispielsweise zum Tanken. Kartenzahlung sei nur selten möglich. Mit einem „Spezialdeal“, den der Kassierer nach einer Sonderzuwendung eingegangen war, gelang es der MAN-Crew doch noch, genug Bares für den Aufenthalt in Copiapo zu ergattern.
Die freie Zeit nutzten Thomas und Teamchef Fred van Putten, um ein Feldbett für den „Cheffe“(Zitat Thomas) zu besorgen. Denn van Putten hatte es geschafft, während der Dakar-Rallye drei Luftmatratzen kaputtzumachen. Die Beiden suchten erfolgreich und kauften auch gleich noch einen neuen „Regiestuhl“, weil van Putten seinen „Chefsessel“ mit einem Begleitauto übergefahren hatte.
Die Defekte beschränken sich zum Leidwesen der Beteiligten nicht nur auf das Randgeschehen. Franz Echter, als 8. bestplatzierter MAN-Pilot vor der 8. Etappe, hatte erneut technische Probleme. Ein Reifenplatzer warf ihn zurück. Sein Teamkollege Marcel de Baar, 15. der Gesamtwertung, half ihm, den Karren wieder flott zu machen. Doch der Helfer kippte kurz darauf an einer Atacama-Sanddüne mit seinem Lastwagen auf die Seite. Diesmal kam Echter zur Hilfe.
So verlor der Deutsche Truckfahrer mehr als eine Stunde und rutschte in der Gesamtwertung auf Platz zehn zurück, aussichtslos abgeschlagen mit zwei Stunden und zehn Minuten Rückstand auf den nach wie vor führenden Gerard de Rooy (Iveco). Die übrigen MAN-Trucks befinden sich an den Positionen zwölf, 15 und 31 in dem noch 68 Starter umfassenden Lastwagen-Feld. Gestartet waren 73 Trucks.
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