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Lindhorst

Kein Tempo 30 für Berliner und Kalte Straße


Der Bauausschuss und der Kindergartenausschuss der Gemeinde Lindhorst haben sich dafür ausgesprochen, das in 2009 gestartete Verkehrskonzept in 2010 fortzusetzen. Die Quartiere zwei und drei sollen in diesem Jahr geplant werden.

Lindhorst. Bisher hatte der Rat die Einrichtung einer Tempo-30-Zone im so genannten Quartier eins beschlossen. Dieses meint den Bereich östlich der Bahnhofstraße. Die dafür nötigen Schilder sind nach Auskunft des Gemeindedirektors, Jens Schwedhelm, bereits bestellt, konnten aber wegen des kalten Wetters noch nicht aufgestellt werden. Die Hinweistafeln sollen an allen östlichen Einmündungen in die Bahnhofstraße und Ottenser Straße stehen.
Nun kommen die Quartiere zwei und drei an die Reihe. Quartier zwei ist die Ortslage nördlich der Lüdersfelder und westlich der Bahnhofstraße. Auch dort soll eine Tempo-30-Zone realisiert werden. Allerdings hat die Untere Verkehrsbehörde, der Landkreis Schaumburg, der Berliner Straße und der Kalten Straße die Voraussetzungen für Tempo 30 abgesprochen. Dort herrsche hauptsächlich Durchgangsverkehr, außerdem verhindere das angesiedelte Gewerbe einen reinen Wohncharakter, der in einer Tempo-30-Zone gegeben sein muss.
Auch im Quartier drei, südlich der Lüdersfelder und westlich der Bahnhofstraße, sollen 30 Kilometer pro Stunde künftig das Limit des Erlaubten sein. Des Weiteren sind im 2009 verabschiedeten Verkehrskonzept Querungshilfen an der Lüdersfelder Straße zwischen diesen beiden Quartieren vom Gemeinderat angedacht. Ferner soll die Problematik am Grünen Weg in die Planung fürs dritte Quartier einbezogen werden.
Dies sei in einer Stellungnahme eines Fachberaters zum Verkehrskonzept schließlich auch geschehen, heißt es in einer Stellungnahme der Lindhorster Verwaltung. Es mache wenig Sinn, das Quartier drei ohne den Grünen Weg zu planen. Für die jetzige Sackgasse ist unter anderem avisiert, eine weitere Einmündung in die Glück-Auf-Straße zu schaffen. Ob dies sinnvoll ist, soll die Detailplanung zeigen. Dies würde die Situation am Grünen Weg vor dem Kindergarten entschärfen, wo sich derzeit rangierende Autos, Passanten und Kinder in die Quere kommen.
Für die SPD-Fraktion wollte deren Sprecher, Heinz-Dieter Lauenstein, die Vokabel „vorrangig“ in Bezug auf die Lösung des Problems Grüner Weg in den Beschlussvorschlag geschrieben haben, über den noch der Gemeinderat zu entscheiden hat. Holger Mensching (CDU) regte erneut an, das Konzept auf Ottensen auszuweiten. Auch dort sei in der Wohnsiedlung eine Tempo-30-Zone durchaus denkbar. gus

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