Lindhorst. Er erinnerte an die sinkenden Kinderzahlen und die bereits jetzt bestehende Bezuschussung von außergewöhnlichen Angeboten in den Kindergärten Beckedorf, Lindhorst, Heuerßen und Lüdersfeld. Dafür zahlt die Samtgemeinde pro Jahr bis zu 25 000 Euro pro Kita, die Entsprechendes anbietet.
Angesichts eines Defizits von rund 350 000 Euro jährlich im Kindergarten Lindhorst seien die 25 000 Euro zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dennoch solle die samtgemeindeübergreifende Zusammenarbeit intensiviert werden. Welcher Bedarf in welcher Gemeinde an Krippenplätzen besteht, ist noch nicht bekannt, da derzeit noch kein Rechtsanspruch für die Betreuung unter Dreijähriger besteht. Dieser gilt aber ab 2013.
Auch im Kindergarten Lindhorst werden offenbar Kapazitäten frei. Im Sommer gehen laut Leiterin Rita Lahmann 44 Jungen und Mädchen aus der auf 150 Kinder ausgelegten Einrichtung in die Schule. Bislang liegen nur 27 Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr vor.
Damit scheint ein Krippenneubau, wie er in 2009 im Gespräch war, erst einmal vom Tisch zu sein. Wenn es günstig für die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Lindhorst läuft, hat jede Kita bis 2013 ausreichend Kapazitäten für diejenigen unter Dreijährigen, die in einer öffentlichen Einrichtung tagesbetreut werden sollen. Dann wären in den vier Gebäuden nur noch einige Umbauarbeiten nötig. Zudem gibt es in Beckedorf die Tagespflegestelle „Minikäfer“, die einen gewissen Bedarf abdeckt.
Doch darauf, dass es damit getan ist, können sich die Kommunen nicht verlassen. Deshalb wies Kindergartenausschuss-Vorsitzende Cerstin Bayer (SPD) auf eine avisierte zweite Sitzung des Gremiums im Sommer hin, wo eingehender über das Thema zu diskutieren sei. Auch Burkhard Pieper (CDU) erhofft sich dann die Vorlage konkreter Zahlen, mit denen Politik und Verwaltung planen können. gus
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