Lindhorst (par). Laut Gemeindedirektor Jens Schwedhelm kann mit dem Baubeginn noch in diesem Jahr gerechnet werden.
Ein wichtiger Bestandteil des Planungskonzeptes ist, dass der Deutschen Bahn das betreffende Grundstück abgekauft wird. Für die 4650 Quadratmeter große Fläche verlangt der Eigentümer 38000 Euro. „Der Quadratmeterpreis liegt damit bei 8,25 Euro. Das ist ein akzeptables Angebot“, erklärte Bürgermeister Hans-Otto Blume (SPD). Insgesamt beläuft sich die Investition auf rund eine halbe Million Euro. Aus der Landesförderung kann die Gemeinde mit 340000 Euro rechnen. „Wir hoffen, dass noch einmal 60000 vom Kreis dazukommen. Ohne Unterstützung ist ein derartiges Projekt für uns nicht realisierbar“, sagte Schwedhelm auf Nachfrage.
Während der Ratssitzung sprachen sich alle Fraktionen für eine derartige Investition aus. „Wenn man jetzt mit der S-Bahn in Lindhorst hält, bekommt man kein gutes Bild von der Gemeinde“, erklärte Horst Schimmelpfennig (SPD). Der Bahnhofsvorplatz lade nicht dazu ein, dass man Lindhorst näher kennenlernen möchte, stimmte Manfred Richter (CDU) zu. „Die geplante Anlage wird der Gemeinde gut zu Gesicht stehen“, stelle Schwedhelm klar.
Die betreffende Fläche, die umgebaut werden soll, wird bereits gegenwärtig als Parkplatz genutzt. Aufgrund der vielen Berufspendler reicht der derzeitige Parkraumstand jedoch nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken, heißt es in der Vorlage der Gemeindeverwaltung. Es habe zur Folge, dass sich die Parksituation in den benachbarten Straßen und frei zugänglichen Privatflächen für die Anlieger als unerträglich darstelle.
Alle anwesenden Fraktionen interessierten sich vor der Abstimmung für die Frage, ob man für das Parken etwas bezahlen müsse. „Es ist angedacht, dass es kostenlos bleibt“, sagte der Gemeindedirektor.
Insgesamt 120 Stellplätze für die „P&R-Anlage“ sowie 50 für die geplante „Bike+Ride- Anlage“ sollen vor dem Lindhorster Bahnhof entstehen.
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