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Lüdersfeld / Stall brennt

69 Schweine sterben im Qualm


Bei einem Feuer in Lüdersfeld sind in der Nacht zum Mittwoch fast 70 Schweine getötet worden. Der Brand war nach Angaben des Polizeikommissariats Stadthagen aufgrund eines technischen Defekts ausgebrochen.

Die rechte Seite des Stalls ist stärker vom Feuer betroffen, doch eine Trinkwasservorrichtung rettete dort neun Tiere.

© gus

Lüdersfeld (gus). Laut einer Pressemitteilung wurde gegen 22.10 Uhr gemeldet, dass es in einem Stall brennt, der zu einem großen landwirtschaftlichen Anwesen an der Straße Niedernhagen gehört. 50 Einsatzkräfte unter anderem der Feuerwehren Lüdersfeld und Lindhorst rückten aus.

Die Brandlöscher konnten die in dem Stall buchstäblich gefangenen Schweine nicht retten. „Nachdem gegen 23 Uhr das Betreten des Schweinestalls möglich wurde, stellten der Besitzer und die Rettungskräfte fest, dass neun Sauen und knapp 60 Ferkel aufgrund der entstandenen Gase verendet waren“, schreibt die Polizei. Nur eine Sau und acht Ferkel überlebten das Unglück.

Der Gesamtschaden wird vorläufig auf etwa 40 000 Euro geschätzt, darin einbezogen sind außer dem finanziellen Wert der getöteten Tiere auch die Schäden am Gebäude und an Einrichtungsgegenständen enthalten.

Ein Brandursachenermittler der Stadthäger Polizei stellte am Mittwoch am Brandort fest, dass das Feuer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einem defekten Ventilator ausgelöst wurde. Der Ventilator gehört laut Polizei zu einem größeren Absaugsystem, mit dem die Luft in den Ställen erneuert wird.

Der Ventilator hat den Ermittlungen zufolge die Deckendämmung in Brand gesetzt, die wiederum Kunststoffteile zum Brennen und Schmelzen brachte. So auch die aus Kunststoff bestehenden Böden der Pferche, in denen die Sauen mit ihren jeweiligen Ferkeln standen. Wie der Eigentümer des Stalls dieser Zeitung gegenüber erklärte, fielen die Schweine auf einer Seite des mit einem Mittelgang geteilten Stalls in die darunter gelegene Güllewanne.

Dies rettete einer trächtigen Sau und den acht Ferkeln eines anderen Muttertieres offenbar das Leben. Denn, wie der Landwirt rekonstruierte, krochen die überlebenden Tiere an eine vom Feuer entfernte Stelle, wo sie von einer defekten Trinkanlage mit Wasser besprüht wurden. Nur wegen dieses Zufalls kamen die neun Tiere nicht um, sagt der Lüdersfelder Landwirt.

Diesen hat der Vorfall nach eigenen Angaben geschockt. „Es hat hier noch nie gebrannt“, sagte der Landwirt. Solch ein Drama um seine Tiere stecke er nicht so leicht weg, ruhig schlafen werde er vorerst nicht.

Das Feuer war von außen kaum zu erkennen gewesen. Entdeckt hatte den Brand eine vorbeifahrende Frau, der starker Rauch auffiel, der aus einem Schornstein drang. Sie alarmierte den Landwirt, der zunächst selbst zum Feuerlöscher griff. Äußerlich wirkt der Stall nach dem Brand vollkommen intakt.

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