Ottensen (par). Der Bau-, Umwelt- und Sportausschuss der Gemeinde lehnte einen Antrag auf eine Einschränkung der Straßennutzung hingegen ab.
Gemeindedirektor Jens Schwedhelm stellte im Vorfeld klar, dass es die Möglichkeit einer zusätzlichen Straßenbeschilderung gibt, um den Verkehr einzuschränken. „Alternativ müsste den Landwirten ein anderer angemessener Weg zu ihren Feldern ermöglicht werden“, erklärte der Ausschussvorsitzende, Klaus Baxmann.
In einem Brief an die Verwaltung haben 28 Anwohner, die allesamt das Dokument unterschrieben hatten, auf die ihrer Meinung nach nicht länger hinnehmbaren Zustände hingewiesen. Ihnen ist aufgefallen, dass die Reifen der landwirtschaftlichen Fahrzeuge über die Straßenränder hinausgreifen. „Der ohnehin schon zu beiden Seiten abfallende Randbereich wird dadurch noch stärker belastet und bricht an etlichen Stellen auf“, heißt es in dem Schreiben.
„Ich sehe keinen Bedarf, die Beschilderung der Straße zu verändern“, erklärte Holger Mensching, parteiloser Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss und zugleich selbst Anwohner der betreffenden Straße. „Es haben zudem nicht alle unterschrieben“, stellte er klar. Bei einem generellen Durchfahrverbot für landwirtschaftliche Fahrzeuge müsste man seiner Meinung eine größere Summe in die umliegenden Feldwege investieren. Die aufgebrachten Im Winkel-Anwohner sind hingegen davon überzeugt, dass die Feldmark für landwirtschaftliche Fahrzeuge problemlos über Feldwege erreicht werden kann.
Heinz-Dieter Lauenstein, Sprecher der SPD-Fraktion, schlug vor, dass sich sowohl die Landwirte als auch die Anwohner an einen Tisch setzen, um sich auszusprechen. Dem Vorschlag stimmten alle anwesenden Ausschussmitglieder zu.
Am heutigen Donnerstag kommt der Rat der Gemeinde Lindhorst um 19 Uhr im Rathaus zusammen und wird unter anderem über dieses Thema sprechen. Außerdem steht der Haushalt 2012 zur Debatte.
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