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Lauenhagen / Neues Stück der Plattdeutschen Heimatbühne

Der Opa ist den Bankräubern immer einen Schritt voraus


Unter ausgelassenem Gelächter der Zuschauer ist das neue Stück der Plattdeutschen Heimatbühne Lauenhagen am Sonnabend erfolgreich in die 62. Saison gestartet. Die sieben Darsteller überzeugten ihr Publikum in der bunten Kriminalkomödie „De verkehrte Kuffer“ von Rinje Bernd Behrens.

Pensionswirtin Hilde Mücke (Gerlinde Marek, von rechts) beherbergt die dominante Herta (Ute Rösler), den verdeckten Ermittler Hörmann (Eike Ehlerding), Bankräuber Oskar (Cord Barnewold), Evi (Inka Giesecke) und Opa Gustav (Frank Dollweber).

© lmh

Lauenhagen (lmh). Da staunen Opa Gustav Nickel (Frank Dollweber) und seine Enkelin Evi (Inka Giesecke) nicht schlecht, als sie statt der Urlaubsgarderobe die Beute eines Banküberfalls in ihrem Koffer entdecken. Während Evi das Geld am liebsten schnell der Polizei überantworten möchte, hat Opa Gustav andere Pläne. Das Bankräuber-Ehepaar Lieblich (gespielt von Ute Rösler und Regisseur Cord Barnewold) ist seiner verlorenen Beute derweil bereits auf den Fersen und hat sich ebenfalls in der Pension der enervierend hilfsbereiten Hilde Mücke (Gerlinde Marek) einquartiert. Auch der verdeckte Ermittler Heinz Hermann Hörmann (Eike Ehlerding) ist am Verbleib des vertauschten Koffers interessiert.

Während Opa Gustav sich anstrengt, den Dieben immer einen Schritt voraus zu bleiben,  hat er außerdem alle Hände voll damit zu tun, die Romanze zwischen seiner Enkelin und dem vermeintlichen Hallodri zu verhindern und die von seinem Freund Max (Michael Zepp) und seiner Zimmerwirtin in Gang zu bringen. Für besonders ausgeprägte Heiterkeitsausbrüche sorgte dabei das Zusammenspiel von Barnewold und Rösler als Gangster-Paar, bei dem die Frage, wer von beiden das Sagen hat, nicht lange offen blieb.

Für anerkennende „Ah“s und „Oh“s sorgte bereits in den ersten Sekunden nach der Öffnung des Vorhangs das von Barnewold, Ehlerding und Michael Böger mit viel Liebe zum Detail im Stil der Siebziger Jahre gestaltete Bühnenbild.

„Unser Platt ist immer noch gefragt“, kommentierte Heinz Bolte, Vorsitzender der Heimatbühne, den großen Andrang und die Begeisterung des Publikums. Nicht an Zuschauern, eher an den Schauspielern mangelt es dem Ensemble, verdeutlichte Barnewold. Er wünscht sich vor allem mehr junge Leute, die bereit sind, Plattdeutsch zu lernen und sich für eine komplette Saison mit insgesamt 20 Aufführungen zu verpflichten.

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