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Lauenhagen / Vorrangfläche am Kanal abgelehnt

Keine zusätzliche Windkraft in Lauenhagen


Das Unternehmen Juwi hat Interesse bekundet, auch im Bereich Lauenhagen/Pollhagen Windkraftanlagen zu errichten. Doch im Gemeinderat Lauenhagen fiel das Thema bei der ersten Beratung durch.

Am Kanal bei Hülshagen hätte die Juwi GmbH gern Windräder platziert.

© gus

Lauenhagen (gus). Die Windräder sollen dem Wunsch der Juwi GmbH zufolge in einem Dreiecksbereich zwischen Mittellandkanal, Kreisstraße 27 und Holpe stehen. Doch Lauenhagens Bürgermeister Dieter Kappmeier wies darauf hin, dass vor zwölf Jahren auf Ebene der Samtgemeinde beschlossen worden war, gezielt drei Vorrangflächen für Windkraftanlagen in der Kommune zu schaffen. Zwei davon habe der Landkreis seinerzeit bewilligt.
Diese Flächen befinden sich bei Volksdorf und Meerbeck sowie bei Wiedensahl, wie Gemeindedirektor Fritz Anke präzisierte. Ein weiteres Windkraftgebiet liegt auf Stadthäger Seite zwischen Probsthagen und Lauenhagen. Die ausgewiesenen Areale seien mittlerweile weitgehend voll. Weitere Vorranggebiete auszuweisen, hielten Anke und Kappmeier für nicht ratsam. Nach Meinung des Bürgermeisters würde dies zu Windrad-„Wildwuchs“ führen.
Möglich wäre es wohl, eine weitere Fläche für Windräder auszuweisen. Dazu müsste die Gemeinde ein amtliches Verfahren einleiten, das Änderungen am Flächennutzungsplan der Samtgemeinde vorbereiten würde. Doch so weit dürfte es nicht kommen, Sprecher von CDU- und SPD-Fraktion sprachen sich beiderseits gegen zusätzliche Windräder an der besagten Stelle aus. Damit ist die Juwi-Anfrage vom Tisch.
Anke hatte zuvor erläutert, dass die Juwi GmbH derzeit an mehreren Stellen im Landkreis Schaumburg nach möglichen Investitionsstandorten hinsichtlich erneuerbarer Energie sucht. Unter anderem in unmittelbarer Nachbarschaft: In Heuerßen signalisierte der Gemeinderat Interesse an Juwi-Windrädern. Auch mit Blick auf die Förderung umweltfreundlicher Energiequellen.
Nach derzeitigem Planungsstand sind zwischen Vornhagen und Heuerßen drei neue Windkraftanlagen möglich. Sowohl das Unternehmen als auch die Gemeinde haben noch keine definitive Zusage für das Projekt gegeben.
Juwi mit Stammsitz im rheinland-pfälzischen Wörrstadt plant Projekte für die Produktion von Elektrizität aus regenerativen Energiequellen. Außer Windkraft gehören auch Solartechnik und Biogasanlagen zu den Tätigkeitsfeldern des Unternehmens, das auch Elektromobilitäts-Projekte plant.
Die Juwi Holding AG, zu der der Zweig Juwi Windenergie gehört, wurde 1996 gegründet, hat weltweit 1400 Mitarbeiter und schaffte in 2010 einen Umsatz von 800 Millionen Euro. Rund 500 Windräder und 1500 Solaranlagen betreibt das Unternehmen – von Rheinland-Pfalz bis Ruanda.

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