Volksdorf/Kuckshagen (svb). Ortsbrandmeister Martin Opfermann freute sich, dass im vergangenen Jahr das 200. Mitglied beitrat. Jahrelang sei die Wehr kurz davor gewesen, doch rechtzeitig zum Jubiläum habe sie es geschafft, so Opfermann. Mit der Anzahl von 24 aktiven Mitgliedern in der Einsatzabteilung zeigte sich der Feuerwehrchef ebenfalls überaus zufrieden.
Gemeindebrandmeister Dieter Kappmeier bedankte sich beim Ortskommando und besonders bei Opfermann für die gute Zusammenarbeit. Die Wehr habe noch vor einigen Jahren kurz vor der Schließung gestanden, doch die Krise sei bewältigt worden, sagte Kappmeier. „Es geht wieder berauf“, fasste er die positive Mitgliederbewegung zusammen.
„Die Probleme wurden gut gemeistert“, lobte auch Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke die neue Feuerwehrführung. „Das Schiff der Feuerwehr ist wieder ins richtige Fahrwasser gesteuert worden“, versinnbildlichte der Bürgermeister.
Pfarrer Cord Wilkening erinnerte sich daran, wie er vor 14 Jahren vor dem Gerätehaus vom Fahrrad gezogen und „genötigt“ worden war, einen Aufnahmeantrag zu unterzeichnen, erzählte er scherzhaft. Wenige Jahre später begann er mit der Errichtung der Notfallseelsorge für die Rettungsdienste im Landkreis Schaumburg.
Meerbecks Bürgermeisterin Sabine Druschke würdigte die Feuerwehrleute, „die die Feuerwehr vor 75 Jahren ins Leben gerufen haben“ ebenso wie die nachfolgenden und heutigen Frauen und Männer, die weiterhin ihre Opferbereitschaft im Dienst der Feuerwehr zeigen.
Ernst-Dieter Kreft, Vorsitzendes Schützenvereins Volksdorf, brachte die Anwesenden mit seinem „Auftritt“ zum Lachen, indem er in scherzhafter Art und Weise die 75-jährige Freundschaft zwischen Schützenverein und Feuerwehr Revue passieren ließ. Gemeinsam mit Opfermann wolle er noch das 100-jährige Bestehen der Feuerwehr feiern, wenn es sein müsse auch vom Alter gebeugt und am Stock gehend.
Einen ähnlichen Unterhaltungscharakter hatten die Grußworte von Thomas Köster, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Hespe-Hiddensen. „Feuerwehren mit Doppelnamen sind im Kommen“, erklärte er. Die beiden befreundeten Wehren hätten allerdings ein paar Jahrzehnte Vorsprung.
Hohe Ehrungen
Kreisbrandmeister Klau-Peter Grote hat während des Festkommerses vier Feuerwehrmännern das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen verliehen. Friedrich Stahlhut, Wilhelm Wilharm und Wilhelm Bödeker sind seit 60 Jahren und Ernst Bolte seit 50 Jahren in der Feuerwehr. Alle vier leisteten viele Jahre aktiven Dienst.
60 Jahre seien eine große Leistung, sagte Ortsbrandmeister Martin Opfermann. Immerhin seien es 80 Prozent der Zeit, seit der die Feuerwehr Volksdorf-Kuckshagen besteht. Wilhelm Vehling fördert die Wehr seit 60 und Willi Bokeloh seit 40 Jahren.
Eine Urkunde für 25 aktive Dienstjahre erhielt Opfermann, den Gemeindebrandmeister Dieter Kappmeier außerdem zum Oberlöschmeister beförderte.
In 2011 bewältigte die Feuerwehr drei Brandeinsätze. Außer in einem Wohnhaus in Meerbeck brannte es zweimal beim Raiffeisen-Landbund in Wiehagen. Ein Feuer in der dortigen Schredderanlage, in der Stroh geschreddert und gepresst wird, sowie ein Silobrand, bei dem es zu einer gefährlichen Verpuffung kam, verlangten den Einsatzkräften alles ab, meinte Opfermann.
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