Volksdorf/Kuckshagen. Volksdorf (gus). Zumal deren Sinn sich nicht auf den ersten Blick offenbart. Doch die Neubeschilderung folgt lediglich den örtlichen Tatsachen.
Und demnach waren die Ortsgrenzen von Meerbeck und Volksdorf zuletzt Jahre lang verkehrt ausgewiesen worden. Auf der Höhe des Gallhofs signalisierte eine Tafel das Ende des Ortes Meerbeck und kündigte den Ort Volksdorf an. Von wegen. Autofahrer befinden sich an der Stelle längst nicht mehr in Meerbeck, sondern bereits in einer Art Außenposten Volksdorfs.
Die eigentliche Ortsgrenze befindet sich nach Worten von Bürgermeisterin Sabine Druschke auf Höhe des Reifenhandels Otto. Dort geht Meerbeck in Volksdorf über. Der Gallweg ändert an der Stelle sozusagen seinen örtlichen Bezug, wird von einer Meerbecker zu einer Volksdorfer Straße.
Im Gemeinderat war dieses Anliegen vorgetragen worden. Daraufhin wandte sich die Verwaltung an den Landkreis Schaumburg. Bei einem Treffen erkannten die Abgesandten der Kreisverwaltung, dass der Änderungswunsch durchaus Sinn hatte. Schließlich konnte es angesichts der bisherigen Ortstafeln zu Missverständnissen kommen.
Beispielsweise, wenn jemand die Straße Gallhöfer Weide in Volksdorf sucht, so Druschke. Sicher, heutzutage verfügen viele Autofahrer über Navigationssysteme, räumt die Bürgermeisterin ein. Aber was, wenn ein Rettungswagen nachts in Eile nach einem Einsatzort an der Straße sucht und sich die medizinische Hilfe verspätet?
Und Fakt sei nun einmal, dass der westlichste Teil der Siedlung zu Volksdorf gehört. Samt dem namensgebenden Gallhof. Aufmerksame Beobachter dürften sich schon früher darüber gewundert haben, dass der Schützenverein Volksdorf sein Domizil auf Meerbecker Terrain hat. Doch auch wenn das Areal nun scheinbar im Volksdorfer Gebiet liegt, so bleibt dieses Kuriosum bestehen: Das Grundstück, auf dem das Schützenhaus steht, ist Meerbecker „Territorium“. Ausnahmsweise.
So passieren Autofahrer nun mitten im Siedlungsgebiet die Volksdorfer Ortseingangstafel und fahren wenige Hundert Meter danach an einem Schild vorbei, das das Ende des Volksdorfer Ortsgebiets signalisiert und gleichzeitig darauf hinweist, dass in Kürze (erneut) Volksdorf folgt. Weitere 500 Meter später ist es dann so weit: Volksdorf ist (erneut) erreicht.
Einen positiven Effekt hat das Ganze übrigens für das Dörflein Kuckshagen. Endlich wird auf den Ort an der Abzweigung der Kreisstraße 20 hingewiesen. Und noch etwas Erfreuliches zum Schluss: Das Ganze hat die Gemeinde keinen Cent gekostet.
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