Was waren nicht alles für Summen durch die Presse gegangen, wenn von der Anbindung Pollhagens ans DSL-Netz die Rede war. Zu Beginn drohten Kosten im sechsstelligen Euro-Bereich auf die Gemeinde zuzukommen, wenn die Deutsche Telekom mit der Breitband-Versorgung beauftragt würde. Deshalb suchten die Ratspolitiker nach Alternativen.
Denn schließlich hätte das finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete Pollhagen für die in Rede stehenden Summen mindestens eine, wenn nicht zwei Gemeindestraßen sanieren können. Und gerade in diesem Bereich ist der Bedarf groß. Dennoch lag den Ratsleuten auch eine schnellere Internetanbindung am Herzen.
Allerdings entpuppten sich auch Funk-Anbieter wie das Unternehmen „Piper Air“ nur als geringfügig günstiger als die Deutsche Telekom. In einer Gemeinschaftsaktion rangen sich die Gemeinden Pollhagen, Lauenhagen und Nordsehl schließlich dazu durch, das Unternehmen T-Mobile mit der Erschließung von Gebieten in allen drei Kommunen zu beauftragen.
32 000 Euro stellte die Gemeinde Pollhagen dafür als Ausgabe in den Haushalt 2010 ein. Wie viel genau die Kommune hätte zuschießen müssen, hätte aber von der Anzahl der Neukunden abgehangen, die T-Mobile gewonnen hätte. Dennoch schien die Lösung die akzeptabelste zu sein.
Jetzt ist plötzlich alles anders. Und vor allem viel günstiger. Im „Cluster“ des Landkreises Schaumburg, das besser ans Breitbandnetz angeschlossen werden kann, kostet es nun gerade noch 10 000 Euro, um die fraglichen Bereiche in den drei Gemeinden mit DSL zu versorgen.
Diese Summe teilen sich die drei Kommunen analog zur Zahl der Telefonanschlüsse, die dieses pro Gemeinde betrifft. Demnach ergeben sich nach Worten von Pollhagens Bürgermeister Gerd Wischhöfer 4800 Euro an Kosten für seine Gemeinde. Selbst im Vergleich zur T-Mobile-Variante bekommt Pollhagen DSL nun beinahe zum Schnäppchen-Preis.
Solchen Jubel möchte Wischhöfer nicht anstimmen. Schließlich sei die Internet-Versorgung noch immer nicht zum Nulltarif zu haben. Dennoch freue er sich darüber, dass die Kosten deutlich geringer ausfallen. Und Wischhöfer wundert sich, dass eine so günstige Lösung mit der Deutschen Telekom möglich geworden ist. Aber die Zahlen seien so vom Landkreis übermittelt worden. „Dann glauben wir das mal“, so Wischhöfer.
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Kommentare
DSL Pollhäger – 05.09.10
Aber bis wann? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenDSL Na endlich... – 27.07.10
...klappt es doch noch! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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