Pollhagen/Warbern (gus). Ulrike Mose aus Wabern hatte den Bericht über die Rückkehr des Nestes auf den Schornstein auf www.sn-online.de gelesen. Anschließend wandte sie sich an die Redaktion, um ihre Erfahrungen mit „Adebar“ weiterzugeben. „Auch wir haben ein Storchennest auf unserem 30 Meter hohen Schreinereischornstein, der noch immer in Betrieb ist. Das Nest haben wir, nachdem zwei Jungstörche in den Kamin gefallen waren, im Jahr 2004 montiert“, schreibt Moser. Beide Jungstörche konnten die Moses lebend aus dem Schornstein bergen.
Seitdem brüte jedes Jahr ein Storchenpärchen auf dem Schornstein. In diesem Jahr flogen erneut zwei Jungstörche aus und traten die Reise in den Süden an. Die zwei Altstörche hielten sich noch eine Weile länger in Wabern auf und starteten ihren Flug gen Süden später.
Mose lobt das Pollhäger Storchen-Engagement, an dem auch der Naturschutzbund (Nabu) und Landkreis beteiligt waren. Und sie ist sicher, dass der Einsatz nicht umsonst war. „Da die Familie Pietsch den Störchen nun so ein schönes Nest zum Brüten bereitgestellt hat, werden die Vögel im nächsten Frühjahr mit Sicherheit nicht daran vorbeifliegen“, so Mose.
Der aufsteigende Rauch mache den Vögeln jedenfalls nichts aus. Wie die Familie Pietsch und alle sonstigen Interessierten in Pollhagen, warten nun auch Die Moses auf „Adebars Rückkehr“ ins Nest im kommenden Frühjahr.
Das Nest in Pollhagen war vom Schornstein entfernt und dort mit einem Metallkonstrukt wieder befestigt worden, weil der Schornstein der Heizung im Herbst wieder in Betrieb genommen werden musste (wir berichteten). Der Rauch hat nun Platz, um unter dem Nest abzuziehen.
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