Pollhagen (svb). An ihre psychischen Belastungsgrenzen stießen einige Feuerwehrleute bei der technischen Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall, bei dem ein Unfallopfer noch am Einsatzort starb. „Einige Kameraden hatten weiche Knie“, erinnerte sich Pietsch. Ein angeforderter Notfallseelsorger half dabei, das Gesehene zu verarbeiten. Pietsch zeigte sich überaus dankbar für „diese wichtige Stütze Notfallseelsorge“.
Die 18 Einsätze teilten sich in sieben Brandeinsätze, fünf technische Hilfeleistungen, vier Brandsicherheitswachen sowie zwei Bootseinsätze. Die 32 Aktiven der Einsatzabteilung leisteten während der Einsätze 419 Stunden, insgesamt 2287 Stunden.
Die Altersabteilung der 236 Mitglieder zählenden Wehr sei im vergangenen Jahr von neun auf sieben Senioren geschrumpft, teilte der Alters-Chef Walter Matulinski mit. „Wir brauchen dringend Nachwuchs“, forderte er. Bürgermeister Friedrich Möller sicherte prompt seine Unterstützung zu. Er müsse aber noch ein wenig warten, kündigte er das baldige Erreichen der nötigen Altersgrenze an.
Dass Pollhäger Brandschützer bei der Werbung von Mitgliedern schon immer unorthodoxe Wege gegangen sind, bewies Pietsch, als er ein Stück Papiertischdecke hervorzog, auf dem vor 25 Jahren mehrere Männer ihren Beitritt erklärt hatten. Rolf Wischhöfer erhielt anschließend eine Ehrung für 40 Jahre und Dirk Heine für 25 Jahre aktiven Dienst.
Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Heinz und Willi Wilkening geehrt. 40 Jahre ist Heinz Janzen dabei. Jürgen Schulz, Carsten Heine, Martin Wilharm, Lars Dettmer sowie Frank Weißkopf fördern die Wehr seit 25 Jahren. Steffi und Teresa Winkelhake dürfen sich ab sofort Oberfeuerwehrfrauen nennen, Hendrik Stumpf ist nun Oberfeuerwehrmann.
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