Samtgemeinde Niedernwöhren (gus). In der Debatte um die mögliche Kindergartenschließung war bislang als Argument in die Waagschale geworfen worden, dass der jetzige Standort in der Grundschule Niedernwöhren, zu dem Kinder aus Meerbeck und Lauenhagen per Anrufbus transportiert werden, ungünstig ist. Daher wäre die „Alte Schule“, wenn dort keine Kita mehr wäre, eine Alternative. Auch der Kindergarten Nordsehl hat Kapazitäten, hieß es.
Die Meerbecker Direktorin, Bernadette Menzel, sagte bei der Ausschusssitzung nun, Eltern bevorzugten einen Hort nah an der Schule, zumal es mit dem Transport auch nicht immer reibungslos funktioniere. Auch Elisabeth Ballosch sprach sich indirekt für eine solche Lösung aus, allerdings brachte sie die Grundschule Lauenhagen als geeigneten Standort ins Spiel. Die „Alte Schule“ müsse es nicht zwingend sein, wobei die Schließung dieser Kita ohnehin erst einmal vom Tisch ist (wir berichteten).
Grundsätzliche Kritik äußerte Ballosch am Hort in Nordsehl. Die Räume dort passen einfach nicht, meinte die Sozialdemokratin. Ein Fürsprecher dieser Lösung ist Friedrich Eickmann, der sowohl die Nähe der Badewonne als auch der Turnhalle als Vorteile Nordsehls sieht. Gegen die „Alte Schule“ spricht aus Sicht des Grünen deren Nähe zur Hauptstraße.
Menzel stieß noch eine andere Diskussion an: Wegen der Ganztagsangebote an zwei Grundschulen in Stadthagen sei die Nachmittagsbetreuung in der Kreisstadt komplett kostenlos für die Eltern, was einen Attraktivitätsvorteil gegenüber Niedernwöhren darstelle.
Ausschussvorsitzender Dieter Kubba sagte, die Samtgemeinde könne sich nicht mit Stadthagen vergleichen. Allerdings war im vergangenen Sommer in der Diskussion um die Schließung von Grundschulen in der Samtgemeinde die Zentralisierung auch als Schritt in Richtung Ganztagsangebot beworben worden.
• Die Erweiterung von Öffnungszeiten von Kindergärten, die auch auf der Tagesordnung des Ausschusses für Schule, Bildung und Soziales gestanden hatte, wurde nicht diskutiert. Dies solle ebenfalls Teil des zu erarbeitenden Gesamtkonzepts werden. In 2012 wird am Angebot demnach nichts verändert wie Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke auf Nachfrage Elisabeth Balloschs bestätigte.
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