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Samtgemeinde Niedernwöhren / 80 000 Euro sparen

Kindergärten: Eine Gruppe soll weichen


Bei einem Elternabend am Dienstag, 10. Januar, diskutieren Eltern, Verwaltungsmitarbeiter und Politiker im Lauenhäger Bauernhaus darüber, wie der steigenden Überkapazität in den Kindergärten der Samtgemeinde Niedernwöhren zu begegnen ist. Kindermangel könnte dazu führen, dass eine der sieben Kitas geschlossen wird.

Der Kindergarten in der „Alten Schule“ ist zentraler Bestandteil der aktuellen Debatte.

© gus

Samtgemeinde Niedernwöhren (gus). Elternvertreter des Kindergartens „Alte Schule“ mutmaßen, dass es diese Tagesstätte treffen könnte. Entsprechende Signale habe es bereits gegeben. Doch Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke betont, dass diese Variante nur eine von mehreren ist. Ziel sei es in jedem Fall, eine Kindergartengruppe zu streichen. Wo dies geschehe, sei weitgehend offen.

Möglich wäre beispielsweise auch, dass die Samtgemeinde eine „gemietete“ Gruppe im Kindergarten Meerbeck schließt. Die Kommune bezahlt den Betrieb dieser Gruppe im Kindergarten der St.-Bartholomäus-Kirche. Auch in der Nordsehler Kita könnte die Samtgemeinde die Zahl der Plätze reduzieren.

Über das Vorgehen wollen Verwaltung und Politik nach Worten Ankes erst mit den Eltern diskutieren, ehe eine Marschroute vorgegeben wird. „Das haben wir aus der Diskussion um die Grundschulen gelernt“, sagte Anke. Dennoch kritisierten Eltern gegenüber dieser Zeitung die Informationspolitik. Schließlich sei das Problem der überschüssigen Kita-Plätze nicht erst seit Dezember 2011 bekannt. Eine öffentliche Diskussion mit den Eltern sei jetzt nur auf deren Nachhaken anberaumt worden.

Anke weiß, dass die Debatte nicht ohne Emotionen und daher auch nicht geräuschlos verlaufen wird. Und er weiß, dass eine Entscheidung zu einer Kindergartenschließung kaum ohne Gegenwind gefällt werden dürfte. Die Plätzereduzierung in einem der Eingruppen-Kindergärten wäre gleichbedeutend mit der kompletten Schließung. Kitas mit einer Gruppe gibt es in Niedernwöhren („Alte Schule“), Pollhagen, Lauenhagen und Wiedensahl.

Der Verwaltungschef räumt auch ein, dass es die Pollhäger härter träfe, wenn sie ihre Tagesstätte verlören, als wenn in Niedernwöhren eine von Dreien dicht gemacht würde. Es gibt dort noch das „Abenteuerland“ der Lebenshilfe und die Großtagespflege „Mini-Maxi-Haus“. Aber die Rechnung, dass die jetzt in der „Alten Schule“ betreuten Jungen und Mädchen in die übrigen Tagesstätten wechseln, ginge nicht auf. Dort sind fast alle Plätze belegt.
Neue Transportwege wären im Fall einer Gruppenschließung also in jedem Fall ein Resultat. Offen ist, für welche Eltern. Dies soll in den kommenden Wochen entschieden werden. Denn es geht um viel Geld. 160000 Euro unnötige Kosten bedeuten die überschüssigen Kita-Plätze jährlich für die Samtgemeinde. Schlösse man eine Gruppe, wären es 80000 Euro weniger. Die Entscheidung soll jetzt fallen, da die Anmeldefrist fürs neue Kindergartenjahr bald beginne.

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